Rudorfer-Cup 2013
Die Meldelisten (PDF):
Degen (33 Meldungen)
Florett (69 Meldungen)
Damensäbel (54 Meldungen)
Herrensäbel (65 Meldungen)
Deutsche Samsung Meisterschaften Florett
Turnierdokumentation:
Positionen der Olympiastützpunkte
Unsere Premiumpartner
Deutsche Mannschaftsmeisterschaften der Säbelfechter in Tauberbischofsheim - Herrensäbel-Team des FC TBB gewinnt Silber

Mit einer star- ken Verbesse- rung zum Vor- jahr zeigten die Tauberbischofs- heimer Säbel- fechter, dass sie auch um Titel kämpfen können. Immerhin hatten die vier (Björn Hübner, Johannes Klebes, Andreas Falb und Nils-Ole Paul) am Sonntagnachmittag bei den Deutschen Meisterschaften im Olympiastützpunkt nach Siegen über Koblenz und Eislingen das Finale gegen Dormagen erreicht. Dort dominierten die Rheinländer am Ende mit acht Treffern Vorsprung und holten sich Gold.
Letztes Jahr hatte es Tauberbischofsheim nur ins kleine Finale geschafft. Auch die Damen des TSV Bayer Dormagen holten Gold gegen die Frauen-Equipe aus Eislingen.
Von Beginn an gingen im Finalgegefecht der Männer Benedikt Wagner, Richard Hübers und Co. in Führung. Zwar wehrten sich die Tauberbischofsheimer nach besten Kräften, aber am Ende hieß es 45:37 für Dormagen. Platz drei sicherte sich die TSG Eislingen gegen den TV Alsfeld mit 45:31.
Bei den Damen gewannen Stefanie Kubissa, Davina Hirzmann, Sibylle Klemm und Lea Krüger gegen die Mitfavoriten aus Eislingen mit 45:40. Die an Nummer drei gesetzten Eislinger hatten sich in ihrem Halbfinale gegen die Gastgeber aus Tauberbischofsheim 45:34 durchsetzen können. Trotz der Niederlage gingen Lea Ottenbacher, Jasmin Bührle, Lisa Freudenberger und Nele Grodde ins kleine Finale gegen den Königsbacher SC aus Koblenz. 45:41 siegte am Ende der Königsbacher SC und verwies das Damenteam das FC TBB auf Platz vier.
Deutsche Meisterschaften der Säbelfechter in Tauberbischofsheim - Schnellste Waffe kämpft um Deutsche Titel

Knapp 250 Säbelfechter/ innen kämpfen am Wochenende um Medaillen bei den Deutschen Meisterschaften der Aktiven des Deutschen Fechter-Bundes. Die schnellste Waffe des Fechtsports begeistete schon in den vergangenen Jahren das Publikum mit spannenden Gefechten.
Besonders spannend wird die Frage, ob es den Fechtern aus Baden-Württemberg gelingen kann, die dominanten Rheinländer zu bezwingen. Bei den Herren führen Benedikt Wagner, Matya Szabo, Nicolas Limbach und Max Hartung die Deutsche Rangliste an. Danach folgen der Eislinger Maximilian Kindler, sowie Björn Hübner und Johannes Klebes (beide FC Tauberbischofsheim). Aber Deutsche Meisterschaften haben Ihre eigenen Gesetze und die Tatsache, dass sich die Fechter vom Training her sehr gut kennen, hat schon oft zu Verschiebungen im Turnier geführt. Der Dormagener Nico Limbach jedenfalls geht als Titelverteidiger ins Rennen.
Auch bei den Damen führt Dormagen die Deutsche Rangliste an. Einzig Alexandra Bujdoso vom Königsbacher SC aus Koblenz unterbricht auf Platz zwei die Dominanz der ersten sechs Plätze. Gespannt sollten die Zuschauer dennoch auf die Leistungen der jungen Baden-Württembergischen Starterinnen sein, die erst kürzlich von der Kategorie Junioren in die Aktivenklasse gewechselt sind. Jasmin Bührle und Lisa Freudenberger (beide FC Tauberbischofsheim) wollen es ebenso wissen, wie Julia Pressmar und Ann-Sophie Kindler (beide TSG Eislingen). Aber auch Eva Munz und Luzia Hirn vom Fecht-Club Künzelsau fechten am Wochenende im Olympiastützpunkt.
Am Sonntag gehen insgesamt zwölf Teams bei den Herren und acht Teams bei den Frauen in die Mannnchaftswettbewerbe. Turnierstart am Samstag ist 08:30; die Finalkämpfe beginnen um 14 Uhr. Sonntags beginnen die Deutschen Meisterschaften um 9 Uhr (Finalkämpfe ab 14.00 Uhr).
Katja Wächter siegt in Göppingen
Florettfechterin Katja Wächter (Tauberbischofsheim) hat die 51. Auflage des „Internationalen Stauferland- Turniers“ in Göppingen für sich entscheiden können. Die 31-jährige setzte sich im Finale gegen die Russin Leyla Pirieva klar mit 15:6 durch. Ohne Niederlage erreichte die Tauberbischofsheimerin die Finalrunde des Turniers von Göppingen, das diesem Jahr erneut als U23-Turnier des Europäischen Fechtverbandes (EFC) ausgeschrieben war und mit rund 90 Fechterinnen eine beachtliche Beteiligung verzeichnen konnte.
Im Viertelfinale siegte Wächter mit 15:12 gegen ihre Nationalmannschaftskollegin Martina Zacke (Berlin), setzte sich im folgenden Halbfinalgefecht souverän gegen die Belgierin Julie Groslambert mit 15:2 durch. Auch das Finale machte sie zur klaren Angelegenheit, ließ im Verlauf des Kampfes nichts anbrennen und gewann schlussendlich deutlich gegen die Russin. „Katja ist ihrer Favoritenrolle hier gerecht geworden.", stellte Junioren-Bundestrainer Lajos Somodi anschließend fest.
Der Junioren-Bundestrainer konnte mit Freude vermerken, dass sich in Göppingen zumindest einige junge Fechterinnen präsentierten. Zu jenen gehörte auf jeden Fall die 17-jährige Bonnerin Valentina Moor, die das Turnier mit Platz drei beendete, neben ihr auch die um ein Jahr jüngere Kim Kirschen (Berlin), die mit Position sechs im Gesamtklassement glänzte. Erwähnenswert sicher auch der neunte Platz der 19-jährigen Thekla Bartl (Tauberbischofsheim). „Valentina Moor, Kim Kirschen und auch Thekla Bartl haben hier den von mir geforderten Druck auf die Arrivierten aufgebaut.“, bemerkt Somodi. „Doch ich hätte mir gern noch einige weitere junge Fechterinnen weiter vorn gewünscht. Hier ist weiterer Handlungsbedarf.“, ergänzt er kritisch.
Katja Wächter, die auf einen Start beim Weltcup in Seoul (Südkorea/28.04.2013) verzichtete, wird mit ihrem Start beim Damenflorett-Weltcup in Shanghai (China) Anfang Mai wieder in das internationale Geschäft einsteigen. Carolin Golubytskyi und Sandra Bingenheimer (beide Tauberbischofsheim), die gemeinsam mit Katja Wächter und Martina Zacke den Stamm der deutschen Damenflorett-Nationalmannschaft bilden, waren in Göppingen nicht am Start.
Gold bei Grand-Prix in Montreal
Einmal mehr beweist Simone Briese-Baetke ihre Klasse und sichert sich am ersten Tag der Wettkämpfe Gold im Degen. Bei den Florettwettkämpfen am Folgetag konnte sie erneut auftrumpfen und errang die Bronzemedaille. Steffen Nordmann kämpfte sich mit dem Degen unter die Top10, im Säbel belegte er Rang 14.
Cheftrainer Swen Strittmatter hat für den ersten Weltcup dieser Saison voll auf seine Spitzenathletin Simone Briese-Baetke vom FC Tauberbischofsheim gesetzt. Zu Recht wie sich nach zwei Wettkampftagen zeigte. Die Weltranglistenzweite ließ in ihrer Hauptwaffe Degen nichts anbrennen und sicherte sich nach einem kampfbetonten Finale mit einem 15:9 gegen die Nummer 1 der Welt Marta Makowska (Pol) die Goldmedaille. Heimtrainerin Ruth Osyczka kommentierte den Erfolg trocken „Simone weiß, was sie will und kämpft dafür!.“
Am zweiten Tag stand Damenflorett auf dem Programm. Nach einer starken Vorrunde, konnte sich Briese-Baetke bis in das Halbfinale vorkämpfen. Dort traf sie auf die erst 16jährige Beatrice Vio. Gegen die ohne Arme und Beine fechtende Italienerin fand Briese-Baetke kein Konzept und musste sich nach einem 5:15 mit der Bronzemedaille begnügen. Gold sicherte sich Vio vor Marta Makowska (Pol).
Komplettiert wird das deutsche Team in Montreal durch Steffen Nordmann vom TUS Makkabi Rostock, der sich beim PSV Berlin auf den Wettkampf vorbereitet hat. „Ich möchte mich unbedingt für die Weltmeisterschaften 2013 in Budapest qualifizieren!“ so Nordmann. Mit Platz 10 im Degen hat er auf jeden Fall die erste Stufe au der Nominierungsleiter genommen. Im Achtelfinale unterlag der Neuberliner gegen Alain Febvre (FRA) und verpasste damit den Sprung ins Finale der letzten acht.
„Steffen ist auf einem guten Weg“ resümierte denn auch Cheftrainer Swen Strittmatter.
Nach einer schlechten Vorrunde im Säbel musste Nordmann am letzten Tag der Wettkämpfe in Montreal im ersten Gefecht der Direktausscheidung gegen den erfahrenen Franzosen Robert Citerne antreten. Bis zum 9:9 konnte er den Anschluss halten , unterlag dann aber doch deutlich mit 9:15 und wurde am Ende 14.
19. Deutsche Senioren Meisterschaften in Dresden
Trotz Muskelfaserriss: Platz Drei
Der Fecht-Club Tauberbischofsheim hat bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften in Dresden die Bronzemedaille gewonnen. Das Team um den früheren Degen-Bundestrainer Berndt Peltzer setzte sich im kleinen Finale mit 5:2 Siegen gegen den Herner TC durch.
Dabei hatte der Tag alles andere als rosig begonnen. Ausgerechnet im ersten Gefecht des Tages zog sich Franz Hoch einen Muskelfaserriss zu. Nach der Diagnose des Turnierarztes wäre damit für Volker Fischer und Roman Christen der Wettkampf beendet gewesen, bevor er richtig begonnen hatte. Denn die Equipe war ohne den üblichen vierten Ersatzmann nach Dresden gereist. Aber Franz Hoch biss auf die Zähne. Mit Tape und Eisbeuteln stabilisiert focht er weiter. Nach den drei Gefechten in der Setzrunde kam die Mannschaft des FC TBB auf Setzplatz fünf.
In der Direktausscheidung bezwangen die drei zuerst Eintracht Duisburg mit 5:0 und warfen dann Titelverteidiger TSF Ditzingen mit 5:1 aus dem Rennen. Im Halbfinale fehlten dann gegen Ingolstadt die Kräfte. 2:5 hieß es gegen das Team aus Bayern. Die Bronzemedaille wollten sich die Tauberbischofsheimer aber nicht entgehen lassen und bezwangen die Equipe aus Herne. Neuer Deutscher Meister der Senioren ist der Heidelberger FC, nach einem 5:3 Sieg gegen Ingolstadt. Grundvoraussetzung für einen Start bei der Senioren Mannschaftsmeisterschaft ist ein addiertes Mindestalter des Teams von 150 Jahren!
Deutsche B-Jugendmeisterschaften in Reutlingen
Zwei Silbermedaillen bei den Nordbadischen B-Jugend Meisterschaften erkämpften sich vergangenes Wochenende der Fechter-Nachwuchs des FC Tauberbischofsheim in Reutlingen.
Bei den Deutschen Einzelmeisterschaften der B-Jugend im Jahrgang 2000 gewann Degenfechter Marvin Forst die Silbermedaille. Erst Im Finale musste er sich dem Leipziger Arthur Fischer mit 6:10 geschlagen geben. Zuvor hatte Forst im Halbfinale den Heidenheimer Kolja Stoch mit 10:7 besiegt.
Tags drauf setzten die B-Jugendlichen noch eine Silbermedaille nach. Nach dem 45:40 Sieg im Halbfinale gegen Sachsen 1 unterlag das Team Baden Nord 1 mit Marvin Forst (FC Tauberbischofsheim), André Essig, Benjamin Pleitz (beide FC Ravenstein) und Jonas Gudera (Fechtverein Heidelberg 2009) mit 29:45 dem Team aus Württemberg.
Die Besten kommen von der Tauber
Damen- und Herrenmannschaften holen Deutsche Meistertitel
„Fechtstellung – fertig – los“, am Sonntag standen die Mannschaftswettkämpfe bei den Deutschen Samsung Meisterschaften auf dem Programm. Die FC-Damen gewinnen zum 28. Mal in Folge und die Herren holen in einem spannenden Duell den Titel nach 2011 wieder nach Tauberbischofsheim.
Tauberbischofsheim. „Das könnte eine ganz enge Kiste werden“, die ehemalige Weltklassefechterin Simone Höpfl (ehemals Bauer) traute sich vor dem Finale der Herrenmannschaften kaum einen Tipp abzugeben. Simone Höpfl sollte recht behalten – enger und damit spannender konnte ein Finale kaum sein. Die beiden Finalisten, der OFC Bonn und der FC Tauberberbischofsheim standen sich bereits im vorigen Jahr im Finale gegenüber. Damals konnte der OFC den Sieg davon tragen, In diesem Jahr wollten die Routiniers Johann Gustinelli und Sebastian Bachmann sowie die beiden Youngsters Niklas Uftring und Andrej Raisch die Bonner Mannschaft vom deutschen Thron stoßen.
„Komm, Gusti, du schaffst das“ rufen seine Teamkollegen von der Bank. Der 25-Jährige übergibt mit einer schönen Parade-Riposte beim Stand von 40:36 an den Schlussmann Sebastian Bachmann. Der trifft auf den Linkshänder Marius Braun und muss sich ein 40:40 gefallen lassen. Am Ende bringt der neue Deutsche Vizemeister Bachmann mit ein paar schnellen Treffern den Deutschen Meistertitel für die Mannschaft an die Tauber. „Ich bin sehr, sehr zufrieden“, stahlt Trainer Yoann Lebrun. Der Titelgewinn sei nicht nur Glück gewesen, sondern auch die gute Kombination zwischen den zwei Aktiven und Junioren im Team. „Der FC kommt im Herrenflorett zurück an die Spitze“, mutmaßt Lebrun zuversichtlich nach dem an Spannung kaum zu überbietendem Gefecht.
Zuversichtlich durften auch die Frauen des FC Tauberbischofsheim zuvor ins Finale gegen den OFC Bonn gehen. Denn das Team rund um die frisch gebackene Deutsche Meisterin Carolin Golubytskyi, mit Sandra Bingenheimer, Eva Hampel und Anne Sauer galt als klarer Favorit. Seit 1986 hat die Damenmannschaft des FC TBB den Deutschen Meistertitel nicht mehr aus der Hand gegeben. Dazu kommt, dass die sehr junge OFC-Mannschaft mächtig Kraft im Halbfinale gegen den SC Berlin lassen musste. Beim vierten Wechsel führt der FC klar mit 20:2, beim sechsten Wechsel mit 30:6 Treffern. Doch dann sorgt die 15 Jahre junge Julia Braun im Gefecht gegen Anne Sauer noch einmal für ein paar schöne Treffer für den OFC Bonn. Aber Schlussfechterin Carolin Golubytskyi kann beim 45:22 für den FC Tauberbischofsheim den „Sack zumachen“. Die Freude bei Carolin und Co ist natürlich groß. Und nicht nur dort. Denn neben Trainer Lebrun strahlt auch Trainerin Rosalia Gombos: „Der Titel ist immer etwas ganz besonderes, auch wenn die Mädchen ihn schon mehrfach inne hatten. Besonders toll ist, dass wir mit den Männern zusammen gewonnen haben“, freut sie sich über den doppelten Erfolg.
Am Ende der Deutschen Samsung Meisterschaften holte der Fecht-Club drei der vier Titel an die Tauber.
Die Ergebnisse:
Herrenflorettmannschaft
1. FC Tauberbischofsheim
2. OFC Bonn
3. TB Burgsteinfurt
Damenflorettmannschaft:
1. FC Tauberbischofsheim
2. OFC Bonn
3. SC Berlin
Joppich und Golubytskyi sind Deutsche Meister
Erfolg für den FC Tauberbischofsheim: einmal Gold, zweimal Silber und zweimal Bronze in den Einzelgefechten
Fünf von acht Medaillen bei den Deutschen Samsung Meisterschaften gingen bei den Einzelwettkämpfen der Florettfechter an den Fecht-Club Tauberbischofsheim. Carolin Golubytskyi vom FC TBB wurde zum vierten Mal hintereinander Deutsche Meisterin.
Es ist das zweite Drittel im Finale der Damen. Auf der Planche stehen sich mit Katja Wächter und Carolin Golubytskyi zwei Teamkolleginnen des FC Tauberbischofsheim gegenüber. „Dann habe ich mich noch einmal richtig gepuscht und die letzten Treffer gemacht“, beschreibt Carolin nach ihrem Sieg diese Situation. Am Ende bezwingt sie Katja Wächter mit 15:11 Treffern.
„Ich freue mich riesig. Für mich hat der Gewinn der Deutschen Meisterschaft einen großen Stellenwert“ sagt Carolin, hält die Goldmedaille in die Kamera und stahlt über das ganze Gesicht. Auch Katja Wächter geht nicht unzufrieden von der Bahn. „Für mich ist alles Ok. Das Halbfinale war mein Ziel und das habe ich mehr als erreicht.“ Das Tauberbischofsheimer Trio auf dem Siegerpodest wird an diesem Samstag von Sandra Bingenheimer komplettiert. Sie besiegte im Viertelfinale Teamkollegin Anne Sauer mit 10:15 Treffern, musste sich aber im Halbfinale Katja Wächter mit 13:15 geschlagen geben.
Bei den Herren kam es im Finale zum erwarteten Duell zwischen Sebastian Bachmann vom FC Tauberbischofsheim und dem mehrfachen Weltmeister Peter Joppich (CTG Koblenz). Mit 3:0 Treffern liegt Bachmann zu Beginn des Duells in Führung. Doch dann greift Joppich an. Kurz vor dem Ende des ersten Drittels steht es 4:4 und Joppich kann den entscheidenden Treffer zum 5:4 setzen. Von da an gibt er die Führung nicht mehr aus der Hand und bezwingt Bachmann am Ende mit 15:10 Treffern. „Es ist mein fünfter Titel und ich freue mich riesig darüber. Es hat ja schließlich auch ein paar Jahre gedauert“, schiebt Joppich schmunzelnd nach. Das letzte Mal gewann er den Titel im Jahr 2007.

Sebastian Bachmann bezwang im Viertelfinale den Vorjahressieger Moritz Kröplin (OFC Bonn) und seinen Teamkollegen Johann Gustinelli im Halbfinale und ist nicht so ganz mit seiner Leistung zufrieden. „Ich musste mitten im Gefecht die Taktik gegen Peter Joppich ändern. Und am Ende hat einfach die Kraft gefehlt“, konstatiert er. Und noch einer strahlt unmittelbar nach seinem Gefecht nicht wirklich: Johann Gustinelli. In einem sehr spannenden Duell unterlag er in der Verlängerung mit nur einem Treffer Unterschied seinem Teamkollegen Sebastian Bachmann mit 14:15. „Ich ärgere mich, weil ein paar Sachen nicht hätten sein dürfen. Aber in diesem Bereich ist es halt sehr eng. Doch das Gefecht gegen Sebastian hätte ich gewinnen können, deswegen ist die Enttäuschung um so größer.“
Trainer Yoann Lebrun ist trotzdem zufrieden. „Ich freue mich, dass neben der guten Platzierung von Sebastian und Johann vor allem die jungen Fechter so gut abgeschnitten haben und nachrücken.“ Der 19-jährige Andrej Raisch und der nur ein Jahr ältere Niklas Uftring vom FC TBB belegten bei diesen Deutschen Meisterschaften Platz 6 und 7.
Die Wettkämpfe live mitverfolgen konnte man nicht nur im Foyer, sondern auch auf der Samsung-website. Georg Rötzer, Samsung-Marketing-Chef unterstrich einmal mehr den engen Zusammenhang zwischen Sport und modernster Elektronik: „Schnelligkeit ist nicht nur beim Fechten, sondern auch bei Samsung Trumpf.“
Die Ergebnisse:
Herrenflorett Einzel:
1.Peter Joppich (CTG Koblenz)
2. Sebastian Bachmann (FC TBB),
3. Johann Gustinelli (FC TBB)
3. Marius Braun (OFC Bonn)
5. Kröplin Moritz (OFC Bonn)
6. Andrej Raisch (FC TBB)
7. Niklas Uftring (FC TBB)
16. Richard Junghans (FC TBB)
17. Markus Hartmann (FC TBB)
26. Felix Christel (FC TBB)
Damenflorett-Einzel:
1.Carolin Golubytskyi (FC TBB)
2.Katja Wächter (FC TBB)
3.Sandra Bingenheimer (FC TBB)
3.Martina Zacke (SC Berlin)
6.Anne Sauer (FC TBB)
10. Inke Nehl (FC TBB)
11. Eva hampel (FC TBB)
14. Thekla Bartl (FC TBB)
19. Leandra Behr (FC TBB)
20. Anna Schäfer (FC TBB)
21. Kristin Behr (FC TBB)
23. Tamina Knauer (FC TBB)
Florettelite bei Deutschen Samsung Meisterschaften in Tauberbischofsheim
Zwei Tage zwischen Spannung, Hoffnung und Gewinn
An diesem Wochenende finden die Deutschen Samsung Florettmeisterschaften in Tauberbischofsheim statt. Die Florettfechterinnen und Florettfechter werden sowohl in den Einzel- als auch in den Mannschaftswettkämpfen ihre Meister küren.
Tauberbischofsheim. Die Deutschen Samsung Meisterschaften sind für alle Florettfechter eine der wichtigsten Wettkämpfe. Immerhin geht es um den deutschen Meistertitel, den beispielsweise Anja Fichtel ganze zehn Mal gewann oder Thomas Bach 1977 und 1978 holte. Die beiden ersten Deutschen Meister vom FC Tauberbischofsheim waren 1969 Karin Gießelmann und Harald Hein. Bei den Mannschaften trug bei den Damen damals der Kölner FK und bei den Herren der OFC Bonn den Sieg davon.
Und auch heute wird dem Zuschauer von S wie Spannung bis G wie Gewinn alles geboten:
S – wie Spannung: Zwei Tage lang wird es im Olympiastützpunkt Spannung auf höchstem Niveau geben. Denn zu den Deutschen Samsung Meisterschaften werden sich die besten deutschen Florettfechterinnen und Florettfechter ein Stelldichein geben.
A – wie Athleten: Insgesamt werden 119 Florettfechterinnen und 125 Florettfechter am Samstag ab 8 Uhr für die Einzelwettkämpfe auf der Planche stehen und um den begehrten Meistertitel kämpfen. Die Finalkämpfe werden gegen 14 Uhr ausgetragen. Favoriten sind natürlich die Deutschen Meister im Einzel von 2012, Carolin Golubytskyi (FC Tauberbischofsheim) und Moritz Kröplin (OFC Bonn), oder der mehrfache Weltmeister Peter Joppich (CTG Koblenz), der im Jahr 2007 das letzte Mal Deutscher Meister wurde und die Vizeeuropameisterin mit der Mannschaft 2010 Katja Wächter (FC TBB), die bereits dreimal den Titel im Einzel gewann. Für den FC Tauberbischofsheim sind insgesamt 18 Florettfechterinnen und 16 Florettfechter am Start, darunter Sandra Bingenheimer, Anne Sauer, Inke Nehl, Eva Hampel, Johann Gustinelli, Sebastian Bachmann, Markus Hartmann und Andrej Raisch.
M – wie Mannschaft: 17 Damen- und 20-Herrenmannschaften kämpfen am Sonntag ab 8 Uhr um den Mannschaftstitel. Die Finals werden gegen 15 Uhr stattfinden. Neben dem OFC Bonn gilt bei den Männern die Mannschaft des FC Tauberbischofsheim als aussichtsreichste auf den Titel. Bei den Damen hat die Tauberbischofsheimer Mannschaft ganz deutlich die Favoriten-Rolle inne. Seit 1986 haben die FC-Damen den Titel nicht mehr abgegeben.
S – wie Spaß
U – wie Unterhaltung: Und die gibt es für die vielen geladenen Gäste bei der „Winner´s Party mit Musik und Verköstigung am Samstag nach den Einzelfinals.
N – wie Niederlage: „Genau die Kraft, die gefehlt hat, um einen Sieg zu erringen braucht man, um eine Niederlage zu verkraften“, sagte einst der deutsche Lyriker Ernst R. Hauschka.
G – wie Gewinner.: Am Ende der Deutschen Samsung Meisterschaften werden alle Gäste Gewinner sein. Denn sie durften spannende Wettkämpfe und beste Unterhaltung erleben. Ganz besonders freuen werden sich aber die Sieger des Samsung Gewinnspiels, bei dem am Samstag unter anderem eine Smart Camera NX 1100 verlost wird.
Wenn Fechten zur Herzblutsache wird

Fechten ist nicht nur Sport, sondern Emotion und „eine Herzensange- legenheit“, wie Anja Schache es an diesem Samstag kurz vor dem Finale des Würth-Cups sagte. Gemeinsam mit Melanie Grube verabschiedete sie sich von ihrer aktiven Laufbahn im Fechtsport.
Die Finalhalle im Olympiastützpunkt ist gut gefüllt, als Thorsten Weidner, Vorstandmitglied des Fecht-Clubs Tauberbischofsheim an das Rednerpult tritt. „Sie haben lange für den Fecht-Club gefochten und dessen Geschichte mitgeschrieben“, sagt er und läutet damit einen sehr emotionalen Programmpunkt ein: die Verabschiedung der beiden Florettfechterinnen Anja Schache und Melanie Grube.
Mit acht Jahren kam Melanie Grube zum Fechtsport. Ihr erstes großes Turnier war die Juniorenweltmeisterschaft 2000 mit dem Gewinn der Silbermedaille in der Mannschaft. 2002 wird sie mit dem Team Zweite bei den Deutschen Meisterschaften (DM), gehört seit 2005 zum deutschen Nationalkader und gewinnt im selben Jahr bei der DM Bronze im Einzel und Gold mit der Mannschaft. Sie qualifizierte sich für die Olympiade 2008 in Peking als Ersatzfrau, gewann 2008 erneut bei den DM mit der Mannschaft und holte 2009 sowie 2010 Bronze bei den nationalen Titelkämpfen.
Der erste internatiknale Erfolg von Anja Schache war die Bronzemedaille beim Welt-Cup 2001 in Paris. 2003 wird in Seoul aus Bronze dann Silber. Bei den DM gewinnt sie 2002, 2004, 2006 und 2008 Gold im Einzel und 2006 Gold mit der Mannschaft. Unvergessen: ihre Silbermedaille bei der Weltmeisterschaft (WM) 2005 im Einzel. 2008 nimmt sie an den Olympischen Spielen in Peking teil, schied aber in der zweiten Runde aus. 2009 kann sie mit der Mannschaft bei der WM in Antalya Bronze holen. „Fechten ist mein Herzblut“, sagt sie und bedankt sich auf englisch vor dem Publikum.
An diesem Samstag jedoch kam neben der Freude bei beiden auch Wehmut auf – man habe schließlich gegen alle Teilnehmerinnen des Würth-Cups schon gefochten. Am Ende gab es neben Blumen und Umarmungen von den Vorstandsmitgliedern Thorsten Weidner und Thomas Menke einen besonders herzlichen Applaus für die beiden Fechterinnen. -OSP
Ein Leben für den Fechtsport - Ehrenpräsident des NFB Berndt Peltzer mit Staufermedaille ausgezeichnet

Im Rahmen des Damen-Florett-Weltcups wurde am Sonntag der ehemalige Erfolgstrainer und heutige Ehrenpräsident des Nordbadischen Fechterbundes (NFB) Berndt Peltzer mit Staufermedaille geehrt. Peltzer erhielt die Auszeichnung aus den Händen des Kultusministers Andreas Stoch.
„Was wäre der Fechtsport ohne Sie? Sie haben im Fechtsport ganz große Fußspuren hinterlassen“ so der Kultus- und Sportminister Andreas Stoch in seiner Laudatio.
Berndt Peltzer war selbst erfolgreicher Säbelfechter und gehörte der Nationalmannschaft an. 1971 kam er als Fechtmeister nach Tauberbischofsheim. Als Landes- und ab ´87 Degen-Bundestrainer gestaltete er die erfolgreichste Aera des Fechtsports mit, die auch durch seine Arbeit den Titel „Medaillenschmiede“ hervorbrachte.
2001 wurde Peltzer ehrenamtlicher Präsident des NFB, dessen Ehrenpräsident er seit 2007 ist.
Er sei erst sprachlos gewesen, als er von der anstehenden Auszeichnung erfuhr, gab Berndt Peltzer in seiner Dankesrede preis. Neben der Medaille gab es für Berndt Peltzer ein riesiges Foto aus dem Jahr 1978. Es wurde in Hamburg aufgenommen, als Alexander Pusch Weltmeister im Herrendegen wurde – trainiert von Berndt Peltzer.
Vor zwei Jahren feierte Berndt Peltzer seinen 80. Geburtstag und erhielt aus diesem Anlass die höchste Auszeichnung des Deutschen Fechterbundes (DFB), die „Goldene Ehrennadel“. -DFB
Italien und Russland gestalteten Mannschaftsfinale beim Reinhold Würth-Cup

Olympiasieger Italien im Damenflorett gewinnt am Sonntag das Mannschafts- finale um den Reinhold-Würth-Cup gegen Russland. Einen Tag vorher besiegte die Russin Inna Deriglazova im Einzelwettbewerb die Italienerin Elisa di Francisca. Wie gut sich die Teams aus Russland und Italien verstehen, zeigte am Sonntag schon deren witziges Begrüßungsritual auf der Planche. Eine gut gefüllte Finalhalle erlebte dann einen spannenden Finalkampf. Nach dem vierten Wechsel steht es 17:13 für Russland. Doch nun beginnt eine italienische Aufholjagd, die am Ende die Francisca, Errigo und Durando mit 45:32 für sich entscheiden.
Die deutsche Mannschaft mit Carolin Golubytskyi, Katja Wächter, Sandra Bingenheimer und Martina Zacke hingegen musste sich den Russinnen im Viertelfinale mit 36:41 geschlagen geben, auch wenn es recht positiv für die deutschen Damen anlief. Am Ende blieb nach einer weiteren Niederlage gegen Korea der Kampf um Platz sieben, den die Deutschen mit 45:30 gegen China für sich entscheiden konnten. „Wir müssen vor allem gegen solche großen Mannschaften wie Russland mit mehr Disziplin fechten“, analysierte Trainer Yoann Lebrun. Aber man sei auf dem richtigen Weg.
Hoffnung auf den baldigen Anschluss der deutschen Fechter an die Weltspitze machte sich auch der Würth-Geschäftsführer Volker Retz. „Ich wünsche, dass die deutschen Florettfechter die Herausforderung für die Zukunft annehmen und recht schnell zur Weltspitze aufschließen“. Im gleichen Atemzug verkündete er, dass man den Vertrag zwischen Fecht-Club und der Firma Würth um weitere vier Jahre verlängert habe.
Für Katja Wächter, Carolin Golubytskyi, Sandra Bingenheimer und Anne Sauer vom FC Tauberbischofsheim kommt es bereits in zwei Wochen zur nächsten Bewährungsprobe. Dann steht der Weltcup in Turin auf dem Programm. -OSP
27. Reinhold Würth Cup bei Einzelgefechten an Spannung kaum zu überbieten
Das Einzel-Finale der Florettfech- terinnen beim 26. Reinhold-Würth-Cup war eine russisch-italienische Angelegenheit. Am Ende besiegte die Russin Inna Deriglazova in einem span- nenden Duell die Olympiasiegerin Elisa die Francisca mit 15:14.
Alles „Hätte“, „Wenn“ und „Aber“ nützt am Ende nichts. Denn hätte beispielsweise Elisa die Francisca gewonnen, hätte sie beim Würth-Cup einen Hattrick gelandet. Doch die Russin Deriglazova behielt die Nerven und am Ende die Oberhand. Mit 12:6 Treffern liegt Deriglazova in Führung. Doch die Olympiasiegerin aus Italien gibt sich nicht geschlagen, schafft den 13:13 Ausgleich und geht mit 14:13 in Führung. Deriglazova zieht nach zum Ausgleich. Nächster Treffer, beide Damen schreien, reißen die Fäuste hoch. Doch der Videobeweis ist eindeutig. Inna Deriglazova kann sich mit 15:14 Treffern als neue Siegerin in die Bestenliste des Würth-Cups eintragen.
Weniger gut lief es für die deutschen Fechterinnen. Nachdem Leandra und Kristin Behr (FC TBBB) bereits in der Vorrunde ausschieden, Anne Sauer (FC TBB), Jessica Kinzel, Kim Kirschen (beide SC Berlin) die 64-er Runde nicht überstanden, musste sich auch Sandra Bingenheimer in der Runde der besten 64 vom Turnier verabschieden. Ihre erste Gegnerin war ausgerechnet die Vizeolympiasiegerin Arianna Errigo, die Bingenheimer mit 15:2deutlich in die Schranken wies. Carolin Golubytskyi schaffte es durch einen 15:9 Sieg über die Ukrainerin Olga Leleyko zwar in die Runde der besten 32. Doch hier scheiterte sie gegen die Italienerin Olga Rechele Calissi mit 9:12. Nicht viel anders erging es Katja Wächter vom FC TBB. Sie setzte sich deutlich mit 15:6 gegen die Koreanerin Mi Na Kim durch und traf in der Runde der besten 32 auf Arianna Errigo. In diesem sehr schnellen, spannendem und emotionalen Gefecht behielt Errigo mit 15:12 knapp die Nase vorn. Errigo musste sich erst im Halbfinale der späteren Siegerin Inna Deriglazova mit 14:15 geschlagen geben. Die zweite Halbfinalbegegnung zwischen der Ungarin Aida Mohamed und di Francisco konnte die Italienerin deutlich mit 13:8 für sich entscheiden. -OSP
Grußwort des Ministerpräsidenten
des Landes Baden-Württemberg zum Reinhold Würth-Cup 2013.
"Vom Fechtsport geht eine besondere Faszination aus. Die blitzschnellen Bewegungen, die Verbindung aus Geschick, Taktik und Wagemut und die Spannung des Duells zweier Athletinnen und Athleten ziehen die Freunde dieses Sports in ihren Bann."
Der komplette Text des Grußworts von Winfried Kretschmann, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg (PDF).
Fechtelite trifft sich in Tauberbischofsheim
Würth-Cup der Florettfechterinnen in diesem Jahr mit ganz besonderem Glanz!
Vom 8. bis 10. März findet im Olympiastützpunkt in Tauberbischofsheim der Reinhold Würth-Cup statt. Dieser Welt-Cup der Florettfechterinnen ist in diesem Jahr ein Jubiläumsturnier des Internationalen Fechtverbandes FIE.
Die Vorbereitungen für den am Wochenende stattfindende Würth-Cup laufen beim Fecht-Club gerade auf Hochtouren. Ab Freitag gibt sich die Weltelite der Damenflorettfechterinnen hier ein Stelldichein. Der Reinhold-Würth-Cup gilt als einer der bedeutendsten in Deutschland. Der Cup wurde vor 26 Jahren von Emil Beck und seinem Namensgeber, Reinhold Würth, ins Leben gerufen. Seit dem ist dieser Cup nicht nur auf Grund seines enorm großen Starterfeldes ein Magnet für alle Florettfechterinnen aus der ganzen Welt. Erste Siegerin war keine geringere als Anja Fichtel.
Rund 140 Teilnehmerinnen aus 27 Nationen haben sich für dieses Jahr bereits angemeldet, darunter die Olympiasiegerin Elisa di Francisca sowie die Vize-Olympiasiegerin und derzeitige Weltranglistenerste Arianna Errigo aus Italien oder Aida Mohamed aus Ungarn. Aida Mohamed ist in Tauberbischofsheim schon sehr lange keine Unbekannte mehr. Sie wird als älteste Teilnehmerin das Feld anführen und am 12. März ihren 37. Geburtstag feiern. Das Küken in der Runde ist Julia Walczyk aus Polen. Die Fechterin ist erst 15 Jahre alt. Auch Julia Braun (vom OFC Bonn) zählt mit ihren 15 Jahren zu den jüngsten Teilnehmerinnen.
Insgesamt starten mindestens 20 deutsche Teilnehmerinnen beim Würth-Cup. Besonders Daumen zu drücken gilt es, wenn Carolin Golubytskyi, Katja Wächter, Sandra Bingenheimer, Anne Sauer, Eva Hampel, Kristin und Leandra Behr die Planche betreten. Sie starten für den FC Tauberbischofsheim und wollen sich natürlich vor heimischem Publikum gut präsentieren.
Carolin erreichte übrigens erst vor kurzem beim Weltcup in St. Petersburg Rang drei und führt damit die deutsche Rangliste an.
Für die Mannschaftswettkämpfe am Sonntag haben sich 17 Mannschaften angemeldet. Hier gilt neben der italienischen, französischen und russischen Mannschaft auch die deutsche als Mitfavorit auf den Sieg.
Als Gäste werden unter anderem Baden-Württembergs Kultusminister Andreas Stoch, der Präsident des Europäischen Fecht-Verbandes Frantisek Janda und die Ehrenpräsidentin des Deutschen Fechter-Bundes Erika Dienstl, sowie der Präsident des DFB Gordon Rapp und sein Vizepräsident Dieter Lammer die spannennenden Wettkämpfe verfolgen.
Weil der Internationale Fechtverband (FIE) in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiert, findet in den Ländern die an seiner Gründung beteiligt waren, jeweils ein Jubiläumsturnier statt. In Deutschland erhielt der Würth-Cup diesen Ritterschlag. Aus diesem Anlass wird es an diesem Wochenende im Olympiastützpunkt eine ganz spezielle Ausstellung „100 Jahre FIE“ geben. Ergänzt wird diese durch eine Hall of Fame. In ihr sind 100 Persönlichkeiten verewigt, die sich im Fechtsport besonders hervorgetan haben. Mit dabei aus deutscher Sicht: Thomas Bach (Mannschafts-Gold bei Olympischen Spielen 1976 im Florett und bei WM 1977), Anja Fichtel (Einzel und Mannschaftsgold bei den Olympischen Spielen 1988 im Damenflorett), Peter Joppich (Viermaliger Herrenflorett Weltmeister (2003, 2006, 2007 und 2010) sowie Bronze bei Olympischen Spielen mit dem Team in London 2012, Helene Mayer (Goldmedaille OS 1928 und Silber bei den OS 1936) Alexander Pusch (Gold 1976 und 1984, sowie vierfacher Weltmeister 1975,1978, 1985 und 1986) Arnd Schmitt (Einzel-Gold OS 1988 und Team Gold 1992, sowie vierfacher Weltmeister 1985,1986,1995 und 1999).
Eine große Präsens an Medien wird an allen Tagen die Wettkämpfe begleiten und über das Jubiläumsturnier berichten.
Stellenausschreibung Fecht-Club Tauberbischofsheim e. V.
Der Fecht-Club Tauberbischofsheim sucht ab sofort eine/n
Vereinstrainer/in
im Florett
am Bundesstützpunkt (BSTP) Tauberbischofsheim
Das exponierte Tätigkeitsfeld umfasst ein leistungsorientiertes und an internationalen Maßstäben ausgerichtetes Training sowie die qualifizierte Wettkampfbetreuung der am BSTP Tauberbischofsheim trainierenden Kaderathleten des Deutschen Fechter-Bundes und ist mit der klaren Zielstellung verbunden, diese an die Weltspitze heranzuführen.
Sie sind vertraut im Umgang mit Spitzenfechtern, verfügen über profunde fechtspezifische Kenntnisse und sind ein absoluter Fachmann in der Disziplin Florett. Athletiktraining, Technikschulung und Beinarbeit sind für Sie selbstverständliche und unverzichtbare Bestandteile eines ganzheitlichen Trainingsprogramms. Sie sind bereit und in der Lage, Fehlerquellen auch im strategisch-taktischen Verhalten der Athleten zuverlässig zu verifizieren und zu korrigieren.
Wir erwarten ein abgeschlossene Fechttrainer-Ausbildung mit hoher fachlicher Kompetenz im Bereich Florett sowie internationale Erfahrung in den beschriebenen Aufgabenbereichen und die Bereitschaft möglicherweise auch Bundesaufgaben des Deutschen-Fechter-Bundes zu übernehmen.
Verantwortungsbewusstsein, hohes zeitliches Engagement (insbesondere Wochenendeinsätze), Flexibilität und Belastbarkeit, Teamfähigkeit, pädagogisches Geschick und Freude bei der Arbeit mit Sportlern setzen wir voraus.
Die Vergütung erfolgt nach Vereinbarung.
Ihre aussagefähige Bewerbungsunterlagen richten Sie bitte an:
Fecht-Club Tauberbischofsheim e. V.
Zu Hd. des Vorstands
Pestalozziallee 12
97941 Tauberbischofsheim
Behr-Zwillinge auf Silber- und Bronzerang

Gute Botschafter- innen des Fecht-Clubs beim Sparkassen-Cup in Moers: Leandra Behr (links) holte sich bei diesem Damenflorett-A-Jugend-Turnier den zweiten Platz, den dritten Rang erreichte Zwillingsschwester Greta. Beide mussten sich in ihren Schlussgefechten der an diesem Tag eindeutig stärkeren Kim Kirschen vom SC Berlin geschlagen geben. Der weitere dritte Platz ging an Leilani Hohenadel von der TSG Hohenheim.-Jan.
Johann Gustinelli überzeugt in Heidenheim

Der Tauberbischofs- heimer Johann Gustinelli hat mit einem bemer- kenswerten Auftritt das „Internationale Herrenflorett-Turnier“ in Heidenheim für sich entscheiden können. Der 25-jährige bezwang im Finale den Belgier Hans-Joachim Lecocq deutlich mit 15:6.
Im Viertelfinale schaltete er den Bonner Matthias Maxem mit 15:6 aus und setzte sich anschließend gegen dessen Vereinskollegen Frederic Fark deutlich mit 15:4 durch.
Sein Finalkontrahent aus dem benachbarten Belgien überwand im Viertelfinale den Kroaten Bojan Jovanovic mit 15:13 und konnte sich anschließend in einem spannenden Halbfinale gegen den jungen Niklas Parchatka (Bonn) mit 15:14 behaupten.
Das abschließende Finale machte dann Johann Gustinelli zu klaren Angelegenheit, siegte im Finale des als U23 –Circuit vom Europäischen Fechtverband EFC graduierten Turnier gegen den Belgier souverän. „Johann hat hier auf jeden Fall überzeugen können.“, lobte anschließend Bundestrainer Uli Schreck. „Neben ihm hat zudem der bei den Junioren startberechtigte Niklas Parchatka eine sehr gute Leistung abgeliefert. Immerhin hat er einige der gestandenen Florettspezialisten hinter sich gelassen.“, ergänzt er. Zudem konnte der Bundestrainer erfreut zur Kenntnis nehmen, dass sich weitere Florettfechter der jüngeren Generation vorn zeigten.
In knapp 14 Tagen, am 25.01.2013, starten die deutschen Florett-Herren in Paris in die neue Weltcup-Saison. Auswirkungen auf die Mannschaftszusammensetzung gäbe es derzeitig nicht, erklärt Uli Schreck vorab. Neben den vierfachen Weltmeister Peter Joppich (Koblenz), er war in Heidenheim nicht am Start, sind der Tauberbischofsheimer Sebastian Bachmann und Andre Wessels (Bonn) für das Team gesetzt. „Vierter Mann in der Mannschaft wird der sein, der sich im Einzel in Paris mit einem erfolgreichen Ergebnis für die Mannschaft empfiehlt.“, fügt Uli Schreck abschließend hinzu.
Platzierungen: 1. Johann Gustinelli (Tauberbischofsheim), 2. Hans-Joachim Lecocq (Belgien), 3. Frederic Fark (Bonn), 3. Niklas Parchatka (Bonn), 5. Bojan Jovanovic (Kroatien), 6. Markus Hartmann (Tauberbischofsheim), 7. Jan Krejcik (Tschechien), 8. Matthias Maxem (Bonn) - O. Wolf/DFeB
Norman Ackermann siegt in Reutlingen

Der Tauber- bischofsheimer Norman Ackermann hat die 10. Auflage des „Internationalen Allstar-Cup“ in Reutlingen gewonnen. Der 29-jährige Mannschafts-Olympia-Dritte von Athen 2004 setzte sich im Finale gegen den Tschechen Jiri Beran mit 15:13 durch.
Im erstmalig im reinen K.o.- System ausgetragenen Wettbewerb gab sich der Tauberbischofsheimer keine Blöße. Nach Erreichen des Viertelfinals siegte er zuerst gegen den Europameister des Jahres 2009, Sven Schmid (Tauberbischofsheim), 15:13 und bezwang anschließend den amtierenden Deutschen Meister Steffen Launer (Leipzig) 15:9.
Sein Finalkontrahent schaltete ersten Finalrundengefecht den Österreicher Florian Schmid mit 15:9 aus und besiegte im Halbfinale den WM-Zweiten von Catania, Bas Verwijlen (Niederlande), mit gleichem Resultat.
Der Olympia-Achte von London, Jörg Fiedler (Leipzig), selbst zweimaliger Sieger in Reutlingen, schied nach einer frühen 12:15-Niederlage gegen seinen Vereinskollegen Steffen Launer im Tableau der letzten 32 vorzeitig aus.
„Norman hat hier eine sehr gute Leistung abgeliefert. Er hat auf jeden Fall das Potential, auch international mitfechten zu können. Gut wäre, wenn er nun auch im Weltcup-Zirkus auf sich aufmerksam machen würde.“, meint anschließend Bundestrainer Didier Ollagnon. Der EM-Zweite von Kiew 2008, Martin Schmitt (Tauberbischofsheim), war in Reutlingen nicht am Start.
Platzierungen: 1. Norman Ackermann (Tauberbischofsheim), 2. Jiri Beran (Tschechien), 3. Bas Verwijlen (Niederlande), 3. Steffen Launer (Leipzig), 5. Jens-Steffen Pfeiffer (Leverkusen), 6. Tristan Tulen (Niederlande), 7. Sven Schmid (Tauberbischofsheim), 8. Florian Schmid (Österreich) - O. Wolf/DFeB
125 Jahre gemeinsam mit Fechterinnen und Fechtern

Insgesamt haben sie 125 Jahre ihres beruflichen Lebens mit den Fechtern im Olympiastütz- punkt Tauber- bischofsheim verbracht. Diese langjährige Treue wurde jetzt vom Vorstand des Fecht-Clubs gewürdigt: Dessen Sprecher Thomas Menke (rechts) hob besonders die Loyalität und das ausgeprägte Engagement der Jubilare heraus. Dafür dankte er im Namen der gesamten Fechterfamilie. Geehrt wurden (vorn von links) Monika Zeisner-Menikheim (20 Jahre), Silke Kaufmann (zehn Jahre), Hildegart Weber (15 Jahre), Hartmut Hoch (30 Jahre), Jochen Schneider (15 Jahre) und Matthias Behr (hinten Zweiter von links, 35 Jahre). Gratulanten waren mit Thomas Menke seine Vorstandskollegen (von links) Michael Grethe, Thorsten Weidner und Wolfgang Mika. jan.
Jasmin Bührle zeigte sich von der besten Seite

Mit einem großartigen zweiten Platz bei 133 Säbel- fechterinnen aus 23 Nationen zeigte sich Jasmin Bührle vom FC Tauber- bischofsheim (links) beim Kampf um den „Preis der Chemiestadt Dormagen“ von ihrer besten Seite. Die Führende auf der deutschen Rangliste siegte bei diesem Juniorinnen-Weltcup im Viertelfinale gegen die Ungarin Kata Varhelyi mit 15:10 und schaffte das gleiche Ergebnis im Halbfinale gegen die US-Amerikanerin Adrienne Jarocki. Erst die Junioren-Europa- meisterin Marton Anna aus Ungarn beendete im Endkampf die Siegesserie der 19-Jährigen aus Tauberbischofsheim. „Eine starke Leistung von Jasmin,“ stellte Bundestrainer Eero Lehmann nach diesem hervorragenden Ergebnis heraus, „sie hat nicht nur durch ihre technischen Fertigkeiten, sondern auch durch mentale Stärke überzeugt.“ Die dritten Plätze gingen an Ridel Mariya aus Russland und Adrienne Jarocki. Große Freude auch bei dem offiziellen Gratulanten: Für den Deutschen Fechter-Bund nahm dessen Vizepräsident Dieter Lammer aus Tauberbischofsheim die Siegerehrung vor. jan.
Die ganze Republik und sogar Singapur beim Schüler VS-Cup vertreten

Es war wettermäßig kein schöner Tag, aber die jungen Fech- ter/innen u.a. aus Stuttgart, München, Berlin, Solingen und sogar aus Singapur ließen sich nicht davon abbringen, am diesjährigen „VS-Möbel-Cup“ im Olympiastützpunkt Tauberbischofsheim teilzunehmen. VS-Marketingleiter Dr. Axel Haberer, seit Jahren ständiger Gast und offizieller Gratulant bei diesen Wettkämpfen, zeigte sich beeindruckt von dem Engagement und der Begeisterung der 150 Teilnehmer. Auch seine Mitarbeiterin Beate Christmann, mehrfache Deutsche Degenmeisterin, stand dem Nachwuchs zur Verfügung.
Die jungen Athleten erlebten einen Tag voller Abwechslung. Allein mit dem zeitgemäßen interaktiven Whiteboard, auf dem sich auf elektronischen Tafeln komplexe Tafelbilder erstellen und sogar speichern lassen sich, das die Vereinigten Spezialmöbelfabriken neben anderen Produkten präsentierte, waren die Besucher den ganzen Tag über beschäftigt.
Eine Spezialität dieser Veranstaltung ist auch, dass der Fechtnachwuchs mit Eltern und Trainern bei internationaler Besetzung hautnah Olympiasiegern und Weltmeistern in den Sporthallen begegnet: So etwa den „Fechtern des vergangenen Jahrhunderts“, Anja Fichtel und Alexander Pusch, ferner Matthias Behr oder Simone Bauer-Höpfl. „Wir machen auch Möbel für Kinder und Jugendliche, deshalb ist es nur folgerichtig, dass wir ein solches Turnier unterstützen,“ betonte Dr. Axel Haberer. -jan.
Wieder ein dritter Platz für das deutsche Team

Nach dem dritten Platz im vergangenen Jahr durch Leandra Behr vom Fecht-Club Tauberbi- schofsheim hat diesmal Kim Kirschen vom SC Berlin beim 31. Internationalen A-Jugend-Damenflorett-Turnier um den Pokal der Sparkasse Tauberfranken diesen Bronzerang erreichen können. Im Olympiastützpunkt von Tauberbischofsheim holte sich die Ungarin Viktoria Mesteri-Schmel den Sieg, sie gewann das Finale gegen die Japanerin Karin Miyawaki mit 15:6. Der weitere dritte Platz ging an die Französin Clemence Lesaine-Hoang. Für die Lokalmatadorin Leandra Behr kam das Aus im Viertelfinale gegen die später zweitplatzierte Japanerin mit 10:8, das sie allerdings zum Beginn des Gefechts mehrfach in Führung sah. Erst im Endspurt konnte Karin Miyawaki die Führung herausarbeiten. Kim Kirschen musste sich im Halbfinale der späteren Siegerin aus Ungarn mit 11:15 geschlagen geben. Besondere Anerkennung gab es für die erst 13-jährige Leonie Ebert vom Fecht-Club Tauberbischofsheim, die das Turnier als eine der Jüngsten im gesamten Feld mit einem großartigen zwölften Platz beendete. -jan.
Sparkassen-Cup am Sonntag: Olympiasiegerinnen von Rio können schon dabei sein

Mit einem „Blick in die Zukunft“ verbinden die Organisatoren das 31. Inter- nationale A-Jugend-Damenflorett-Turnier um den Sparkassen-Cup im Olympia- stützpunkt Tauberbi- schofsheim. Athleten, die am kommenden Sonntag das Finale erreichen, haben nämlich gute Chancen, bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro dabei zu sein.
Drei frühere Florettspezialistinnen des Fecht-Clubs Tauber- bischofsheim hatten so ihre Sportgeschichte begonnen: Zita Funkenhauser war 18 Jahre, als sie bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles mit der Mannschaft die Goldmedaille gewann. Zwei Jahre später griff Anja Fichtel nach Gold bei der WM. Die 18jährige setzte sich 1986 gegen ihre 17 Jahre alte Teamkameradein Sabine Bau durch. Der große Erfolg kam bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul. Sie holten im Einzel Gold (Anja) Silber (Sabine) und Bronze (Zita) und gemeinsam im Team noch die Goldmedaille.
Jetzt wollen wieder junge Talente in die Fußsstapfen Ihrer Vorbilder treten. Beim diesjährigen Sparkassen Cup greifen die Geburtsjahrgänge 1996 und jünger zum Florett. Die internationale Konkurrenz ist gross. Die stärksten Delega- tionen kommen aus Polen, Frankreich, den USA und Ungarn. Auch Japan trainiert schon seit Montag in Tauberbischofsheim. Insgesamt liegen über 200 Meldungen aus 18 Nationen vor. Für die Veranstalter ist dies eine organisatorische Herausforderung.
„Wer eine Olympiamedaille will, muss bereits als Jugendlicher täglich viele Stunden trainieren. Somit begleiten wir mit diesem Turnier junge, talentierte Fechterinnen nachhaltig auf ihrem Weg zum Siegerpodest,“ stellt der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Tauberfranken, Thomas Menke, heraus.
Das gewaltige Interesse unterstreiche, welche Anerkennung der Fecht-Club Tauberbischofsheim in der Welt genieße. Doch die Zuschauer dürfen sich auch berechtigte Hoffnungen auf Talente aus der eigenen Schmiede machen. Das Turnier zählt zur europäischen Rangliste und als Qualifikation für die kommenden Kadetten-Weltmeisterschaften. Ab 14.30 Uhr stehen die Finalbegegnungen und die Siegerehrung auf dem Programm. Zuschauer können selber auch zum Florett greifen und ihre Geschicklichkeit testen. Unter den besten Zuschauern in der Finalhalle wird am Sonntag dann eine Mittelmeerkreuzfahrt von Tui Cruises verlost. Der Eintritt zum Sparkassen-Cup ist frei. -jan.
Auch die Farben der Stadt bei Olympia London wieder gut vertreten

Ein erfreuliches Bild von der erreichten Teilnahme und dem Abschnei- den der Athleten des FC Tauber- bischofsheim bei den Olympischen und Paralympi- schen Spielen in London zeichnete Bürgermeister Wolfgang Vockel beim Fechter-Empfang im Rathaus. Er unterstrich, dass der Sport eine breite Unterstützung brauche, die er auch dem Kreis der Gäste zuschreibe, denn sie stellten eine jener Säulen dar, die den Verein förderten und damit die Grundlage von Erfolgen schafften. Die Rollstuhlfechterin Simone Briese-Baetke, die zur Zeit in Kalifornien weilende Carolin Golubytskyi, die von ihrem Vater Helmut Wutz vertreten wurde, Benjamin Kleibrink und Björn Hübner standen dann im Mittelpunkt des Geschehens, zudem galt die Gratulation des Bürgermeisters Volker Fischer, der erst vor wenigen Tagen Weltmeister mit dem Degen in seiner Senioren-Altersgruppe wurde.
„Ein Ort – ein Sport“, einen solchen Slogan könne er dem Magazin „Faktor“ des Deutschen Olympischen Sportbundes entnehmen, betonte Wolfgang Vockel weiter, denn darin werde in der letzten Ausgabe die starke Verbindung einiger Gemeinden und Städte mit einer bestimmten Sportart geschildert: Über Tauberbischofsheim, Schifferstadt, Gummersbach, aber auch Hoffenheim wird darin berichtet. Der weltweit bekannten Einheit „Fechten und Tauberbischofsheim“ widmet die Schrift einen breiten Raum. Sportlerinnen und Sportler seien für eine Kommune sympathische und erfolgreiche Botschafter, deren Leistungen auch anerkannt werden müssten. In diesem Zusammenhang stellte Wolfgang Vockel vor allem heraus, dass Fechter aus Tauberbischofsheim seit 1972 in München an allen Olympischen Spielen teilgenommen hätten. Begründet habe diese großartige Entwicklung Emil Beck. Neben der Förderung der öffentlichen Hand müssten auch die Wirtschaft und die vielen privaten Initiativen genannt werden, es stehe also ein breites Spektrum an Helfern hinter dem Verein.
Dann ging er noch einmal auf die jeweils persönliche Situation der Athleten vor und während der Spiele ein: Carolin Golubytskyi habe sich für die Einzelwettkämpfe im Florett qualifiziert und in London den zwölften Platz errungen. Björn Hübner (FC TBB/FC Werbach) schaffte die Teilnahme noch trotz Verletzung und schwieriger Situationen, sei mit der deutschen Säbelmannschaft angetreten, die den fünften Platz erreichte. Der Florett-Olympiasieger von Peking, Benjamin Kleibrink habe die Spiele mit einer Mannschafts-Bronzemedaille beendet. Simone Briese-Baetke schaffte bei ihrer ersten Paralympics-Teilnahme Silber mit dem Degen und den sechsten Platz im Florett. Und das, obwohl es sehr viel Aufregung kurz vor den Wettkämpfen wegen eines defekten Rollstuhls gegeben habe.
FC-Vorstandssprecher Thomas Menke dankte der Stadt, die damit unterstreiche, wie wichtig ihr der Fechtsport sei. Die Athleten hätten die Stadt in London gut vertreten und insgesamt sei der Verein auf einem guten Weg. Aktivensprecher Björn Hübner wies darauf hin, dass die Sportler zunächst gute Leistungen erbringen müssten, um sich überhaupt für derartig große Spiele qualifizieren zu können. Dazu brauchten sie aber auch eine starke Unterstützung in vielen Bereichen, die auch gewährt werde. Dafür wolle er sich im Namen aller Fechter bedanken. -jan
Florettfechter Bachmann kehrt zum FC Tauberbischofsheim zurück

Der 25-jährige Sebastian Bach- mann kehrt zu seinen Wurzeln zurück und startet künftig wieder für den Fecht-Club Tauberbischofs- heim. Bei den Olympischen Spielen in London hat der aus Lauda stammende Bachmann die Bronzemedaille mit der Mann- schaft gewon- nen.
„In Tauberbi- schofsheim habe ich das Gefühl, dass dem Verein etwas an mir liegt und dass man sich mehr um die einzelnen Sportler kümmert,“ sagt Sebastian Bachmann, der sich den Schritt wohl überlegt hat.
2008 war Bachmann zum OFC Bonn gewechselt, weil dort Herrenflorett-Bundestrainer Uli Schreck arbeitet und die gesamte Nationalmannschaft trainiert. Der Weggang nach Bonn hat ihn sportlich vorangebracht. Schon bei kder Fecht-WM in Antalya hatte er sich endgültig seinen Stammplatz in der Nationalmannschaft gesichert. Nach Benjamin Kleibrinks Ausstieg aus dem aktiven Sport ist Bachmann nach Peter Joppich der beste Florettfechter Deutschlands.
„Erst einmal will ich 2013 mit der Mannschaft des FC TBB die Deutsche Meisterschaft gewinnen. Was nicht leicht ist. Aber wir werden alles dafür tun,“ betont Bachmann, der die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro als sein großes sportliches Ziel ansieht.
Künftig wird Bachmann also wieder öfter zwischen Bonn und Tauberbischofsheim pendeln. „Ich möchte den jungen Sportlern ein Vorbild sein, mit ihnen trainieren und damit den FC TBB im Herrenflorett der Weltspitze wieder näher zu bringen.“
Derzeit macht der Sportsoldat seinen Feldwebel-Lehrgang in Hannover und geht parallel einem Studium an der Fachhochschule Köln nach. Er wird auch weiter in Bonn mit der Nationalmannschaft unter Leitung von Bundestrainer Uli Schreck trainieren.
Dennoch wird man Sebastian Bachmann künftig im Olympiastützpunkt an der Tauber antreffen. Beim FC TBB freut man sich über die Rückkehr des Florett-Spezialisten. „Wir sind in einem sportlichen Umbruch. Sebastian kommt genau im richtigen Moment zurück,“ freut sich Fecht-Club Vorstand Thorsten Weidner. -jan
Neun Athleten neu im Kader aufgenommen

Sportler/innen aller Disziplinen streben nach einer Aufnahme in den Kader ihres jeweiligen Dachverbandes, denn dies bedeutet die Anerkennung herausragender Leistungen. Dieses Ziel haben auch die Athleten des Fecht-Clubs Tauberbischofsheim, der mit über 130 Sportlern in den einzelnen Kadern des Deutschen Fechter-Bundes (DFB) und des Nordbadischen Fechterbundes (NFB) vertreten ist. Ein wichtiges Stück dieses Weges haben jetzt Leandra Behr, Tamina Knauer, Eva Hampel, Felix Christel, Niklas Uftring, Andrej Raisch, José Paternotte, Lisa Freudenberger, Jasmin Bührle und Inke Nehl zurückgelegt. Sie gehören neuerdings zum Kreis der besonders Geförderten.
Der höchste Rang kommt dem A/B-Kader zu, in dem Mitglieder der Nationalmannschaften und Athleten unter den besten Acht der deutschen Rangliste aufgenommen werden. Die Aufnahme im C-Kader setzt voraus, Mitglied in einer Junioren-Nationalmannschaft oder unter den besten Acht der deutschen Junioren-Rangliste zu sein. Entsprechende Erfolge erfordern auch die verschiedenen D-Gruppierungen in der Kaderstruktur von DFB und NFB. Die Jugend-Fördergruppe (JFG) und die Schüler-Fördergruppe (SFG) sind den älteren und jüngeren Schülerjahrgängen vorbehalten. -jan.
Volker Fischer ist Weltmeister

Seine Sieges- serie in der Seniorenklasse hat Degen- fechter Volker Fischer vom FC Tauberbischofs- heim (Bild) auch bei den Welt- meisterschaften im österreichischen Krems fortgesetzt: Er schlug als neuer deutscher Titelträger in der Kategorie WM 60 im Endkampf den Japaner Eiichi Ide und sicherte sich damit eine weitere Goldmedaille in seiner langen Karriere. An diesen Wettkämpfen beteiligten sich 53 Sportler aus 22 Nationen. Bereits in seiner aktiven Laufbahn gewann Fischer 1984 olympisches Gold mit der Mannschaft, mit der er auch dreimaliger Weltmeister wurde. Seinen größten Triumph feierte er vor 25 Jahren, nämlich 1987 bei den Weltmeisterschaften in Lausanne, als er sich als bereits 37-Jähriger die Goldmedaille im Einzel erkämpfte und mit der Mannschaft zudem Silber holte. Jetzt ist ihm als Senior nach einer Bandscheibenoperation vor zwei Jahren ein großartiges Comeback gelungen. -jan.
Bei internationaler Topbesetzung hervorragenden dritten Platz erreicht

Einen hervor- ragenden dritten Platz hat sich Maximilian Gehles vom Fecht-Club Tauberbischofs- heim (Bild) beim Internationalen ECC-Turnier in Bonn erkämpft: Bei 197 Startern aus 18 Nationen wurde er bei seinem Siegeszug nur im Halbfinale vom späteren Zweiten Peter Bitsch (Darmstädter FC) gestoppt, dem er sich mit 11:15 beugen musste. Alle Topnationen wie Frankreich, Russland, Polen und Italien waren bei diesem Herrendegen-Turnier der A-Jugend vertreten, den Sieg holte sich Louis Vervoitte aus Frankreich. Für den Tauberbischofsheimer bedeutet dieser dritte Rang einen überaus guten Auftakt in die neue Saison. -jan.
FC TBB verstärkt Trainer-Team

Der Fecht-Club Tauberbischofs- heim hat vor kurzem sein Trainer-Team um Giovanni Bortolaso erweitert. Der Italiener ist Florett-Spezialist und hat mit Fechterin Arianna Errigo in London die Silbermedaille abgeräumt. Die vergangenen 15 Jahre arbeitete er in Como. Künftig führt er gemeinsam mit Yoann Lebrun den gesamten Bereich Florett am Bundesstützpunkt der Fechter an der Tauber.
"Der Fecht-Club startet mit Bortolaso eine neue Offensive im sportlichen Bereich des Stützpunkts,“ erklärt Thomas Menke, Sprecher des Vorstands. "Wir legen den Fokus auf den Spitzensport und sind uns sicher, dass Giovanni Bortolaso mit seiner Erfahrung frischen Wind in die Halle bringt."
Ein bisschen fehlt dem Italiener die Sonne seiner Heimat, doch fühlt er sich im Taubertal schon sehr wohl. "Die Menschen hier haben mich herzlich aufgenommen, es gefällt mir hier sehr gut,“ so Bortolaso. Für ihn ist es eine Aufgabe, von der er schon lange geträumt hat. "Ich wollte schon immer einmal im Ausland arbeiten und Tauberbischofsheim hat international einen sehr guten Ruf."
Als Willkommensgruß erhielt der Florett-Spezialist aus Venedig den Trainingsanzug des FC aus den Händen von Michael Grethe, Geschäftsführendes Vorstandmitglied, und Jochen Färber, Geschäftsführer der Sport-Marketing Tauberbischofsheim (SMT).
Der Einsatz von Bortolaso ist ein Mosaikstein im neuen Konzept zur Verbesserung der sportlichen Leistungen. Erstmals nach langer Zeit ziehen nationaler Fachverband, der Deutsche Olympische Sportbund, Landessportverband Baden-Württemberg und der Trägerverein des Olympiastützpunkts an einem Strang. Fast zeitgleich wurde deshalb die Führung des sportlichen Bereichs im Stützpunkt neu strukturiert. Wie an allen anderen Stützpunkten in Deutschland, hat künftig der Fachverband die Federführung. Derzeit läuft eine bundesweite Ausschreibung für einen neuen sportlichen Chef. Kommissarisch hat zu Beginn der Saison Präsident Lothar Blase vom Nordbadischen Fechterbund diese Aufgabe übernommen. -jan.
„Holocaust darf nie in Vergessenheit geraten“

Ein schwieriges, immer wieder aber notwendi- ges Thema, das mit außeror- dentlicher Sensibilität und Gründlichkeit behandelt werden muss, war für die frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Charlotte Knobloch, und den Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Dr. Thomas Bach, am Montag Anlass, den Olympiastützpunkt in Tauberbischofsheim zu besuchen, um mit Eliteschülern des Sports darüber ins Gespräch zu kommen. Der Holocaust dürfe nie in Vergessenheit geraten und es müsse alles getan werden, damit sich ein solch unvorstellbares Verbrechen gegen die Menschlichkeit nie wiederhole, stellte Charlotte Knobloch heraus. Deshalb rufe sie vor allem die jungen Menschen auf, für Frieden und Freiheit einzutreten und dabei stets daran zu denken, dass beides keine Selbstverständlichkeit darstelle.
Mit der Durchführung einer solchen Veranstaltungsreihe an Eliteschulen des Sports zeige der DOSB-Präsident, wie wichtig ihm der Dialog mit jungen Menschen sei. Sie bekundete ihre Begeisterung darüber, solche Gespräche führen zu können, und rief ihre Zuhörer auf, die Erhaltung des Friedens als dauerhaften Kraftakt anzusehen, der notwendig sei, um ihn zu erhalten. Die anwesenden Schüler des Matthias-Grünewald-Gymnasiums ansprechend, fuhr sie fort: „Sie, die Jugend, sind unsere Zukunft". Charlotte Knobloch hat die Zeit des Dritten Reiches in Bayern miterlebt. Die Auseinandersetzung mit dieser Vergangenheit sei die Grundlage für eine bessere Zukunft in Frieden und Freiheit.
Ausführlich beschäftigte sich die am 29. Oktober 1932 in München geborene Referentin auch mit dem Attentat auf die israelische Mannschaft bei den Olympischen Spielen 1972 in München. „Es hat die Welt veränderte wie auch viele Terroranschläge danach, vor allem der am 11. September 2001 in New York.“ Sie schilderte einzelne Geschehnisse aus den nachfolgenden Jahren und kam zu dem Schluss, “dass Terror alles zerstört, an das wir glauben”.
Vor ihrem Besuch im Olympiastützpunkt Tauberbischofsheim war Charlotte Knobloch vom Tauberbischofsheimer Bürgermeister Wolfgang Vockel mit DOSB-Präsident Thomas Bach im Rathaus empfangen worden und hatte sich in das Goldene Buch der Stadt eingetragen. -jan.
Volker Fischer sammelt weiter Medaillen

Seiner großen Sammlung von Medaillen hat der Degenfech- ter Volker Fischer vom Fecht-Club Tau- berbischofsheim (Bild) eine weitere hinzu- gefügt: Bei den Deutschen Senioren- meisterschaften in Bad Dürkheim, die eine starke Beteiligung registrieren konnten, sicherte er sich in seiner Altersgruppe WM 60 einmal mehr Gold. Damit hat er sich erneut die Qualifikation für die Senioren-Weltmeisterschaften am Wochenende im österreichischen Krems gesichert. Als weitere Tauberbischofsheimer erreichten in Bad Dürkheim in der Damendegen-Gruppe WM40 Bettina Christen den zwölften Platz und ebenso mit dem Degen in der Kategorie WM 50 Dr. Franz Hoch den 16. Rang. -jan.
DFB-Kampfrichterlehrgang am OSP Tauberbischofsheim

Im Rahmen des Vorberei- tungslehrganges für die Junioren Nationalmann- schaft des Deutschen Fechter-Bundes (DFB) am Olympiastützpunkt in Tauberbischofsheim veranstaltete der Kampfrichterbeirat ein Seminar für alle jungen Nachwuchskampfrichter, die im Rahmen von nationalen und internationalen Turnieren für der Verband in der kommenden Saison im Einsatz sein werden. Geleitet wurde das Seminar vom Vorsitzenden des Beirates, Hans-Dieter Lammer und dessen ebenfalls aus Tauberbischofsheim stammenden Kollegen und internationalen FIE–Kampfrichter Benjamin Denzer.
Hierbei wurden gemäß dem internationalen Standard Videoaufzeichnungen von Gefechten erstellt und gemeinsam mit Sportlern, Trainern und Kampfrichtern analysiert. Am Nachmittag schloss sich eine intensive Regelkunde an. Der zweite Tag war geprägt durch das Jurieren von Gefechten der Junioren-Nationalmannschaft auf Basis der am Vortag gewonnen Erkenntnisse in Theorie und Praxis. Mit von der Partei war dabei auch der Olympiakampfrichter Bodo Vogel aus Koblenz, der die deutschen Farben in London vertreten hatte.
„Dieser Lehrgang war eine wirkliche Motivation für die kommende Saison,“ so die einhellige Meinung der deutschen Nachwuchskampfrichter. „Gerade nach einer Olympiade mit vielen strittigen Entscheidungen ist es uns als Kampfrichterbeirat besonders wichtig, die jungen Kollegen auf den neuesten Stand des Jurierens zu bringen", betonte der Vorsitzende Lammer. Benjamin Denzer unterstrich das kollegiale Miteinander unter den Kampfrichtern, Trainern und Sportlern der verschiedenen Waffen. - jan.
Inke Nehl neue Florett-Junioren-Meisterin

Die Tauberbi- schofsheimerin Inke Nehl hat sich bei den Deutschen Junioren-Meisterschaften im Damenflorett den Meistertitel gesichert. Die 19-Jährige setzte sich im Finale von Bonn gegen ihre Vereinskameradin Tamina Knauer klar mit 15:7 durch.
Inke Nehl, Vorjahres-Dritte bei den Juniorinnen an gleicher Stelle, absolvierte das gesamte Turnier ohne Niederlage. Im Viertelfinale eliminierte sie die Berlinerin Kim Kirschen mit 15:12, im Halbfinale gewann sie gegen Marike Wegener (Jena) 11:8.
Finalkontrahentin Tamina Knauer ließ im Viertelfinale die Mannheimerin Karen Weis mit 15:5 hinter sich und schaltete im Halbfinale Vorjahressiegerin Franziska Schmitz vom gastgebenden OFC Bonn mit 15:12 aus. Auch sie blieb im gesamten Turnier bis zum Finale fehlerfrei.
In der Mannschaftsentscheidung hatte diesmal die Vertretung aus Bonn die Nase vorn. Franziska Schmitz, Charlotte Krause, Anna Sophie Braun und Valentina Moor setzten sich in einem bis zum Ende offenen Finale gegen die Tauberbischofsheimer Titelverteidigerinnen Inke Nehl, Thekla Bartl, Greta Behr und Leandra Behr am Ende knapp mit 38:36 durch. Rang drei ging an das Team des SC Berlin, die die Startgemeinschaft Weinheim/ Mannheim im kleinen Finale mit 45:36 hinter sich ließen. -DFB
FC-Florett-Junioren starten gut in die Saison

Mit seinem zweiten Platz beim Saisonauftakt der Florett-Junioren in Burgsteinfurt hat Niklas Uftring vom Fecht-Clubs Tauberbischofsheim (rechts) eine gute Visitenkarte für die kommenden Wettkämpfe abgegeben: Im Finale führte er mehrfach gegen Mark Perelmann von der FG Mannheim-Neckarau, musste sich am Ende aber doch mit 12:15 geschlagen geben. Der weitere Tauberbischofsheimer Andrej Raisch (links) erreichte bei diesem Turnier mit über 100 Teilnehmern aus vier Nationen hinter Alexander Kahl (TG Hanau) und Georg Dörr (TSG Weinheim) einen guten fünften Platz. Im Mannschaftswettbewerb holten sich die Junioren von der Tauber mit Uftring, Raisch, Hendrik Christen und Christel Felix hinter dem OFC Bonn und der SG Weinheim/Mannheim den dritten Platz. -jan.
Silbermedaillengewinnerin gebührend gefeiert

Gleich nach der Rückkehr von den Paralympischen Spielen in London wurde die Silberme- daillengewin- nerin Simone Briese-Baetke in Begleitung ihrer Heimtrainerin Ruth Osyczka und des Cheftrainers der deutschen Rollstuhlfechter, Swen Strittmatter (Dritter von links), noch am Montagabend im Olympiastützpunkt Tauberbischofsheim herzlich begrüßt und gebührend gefeiert. Der Sprecher des Vorstandes des Fecht-Clubs Tauberbischofsheim, Thomas Menke, übermittelte die Grüße und Glückwünsche von Bürgermeister Wolfgang Vockel und der gesamten Fechterfamilie. Er würdigte die großartige Leistung der Fechterin, die sich mit dem Degen die Silbermedaille erkämpfen konnte und im Florett den sechsten Platz erreichte. Der gesamte Vorstand des Fecht-Clubs mit (von links) Wolfgang Mika, Thomas Menke, Thorsten Weidner und Michael Grethe sowie OSP-Leiter Matthias Behr standen bereit, um Simone Briese-Baetke die gebührende Anerkennung zu übermitteln. -jan.
Olympiasieger Kleibrink setzt künftig auf Studium und Beruf.

Florettfechter Benjamin Kleibrink beendet seine Sportlerkarriere. Der 27-Jährige vom Fecht-Club Tauberbischofs- heim tauscht künftig das Florett gegen Stift und Papier. Er wird sich wieder an der FH in Köln seinem Studium widmen. Dort hatte er in diesem Jahr seinen Bachelor gemacht. Nun soll der Master-Abschluss in Wirtschaftsprüfung, Steuern, Recht und Finanzen folgen.
Der Entschluss reifte in Ruhe während des Urlaubs nach den Olympischen Spielen 2012. Am 5. August hatte der Florettfechter mit der Mannschaft in London die Bronzemedaille gewonnen. „In Rio wäre ich 31 Jahre, und das macht es bei der heutigen Leistungsdichte nicht einfacher, wieder erfolgreich zu sein. Zudem möchte ich nicht erst als ‚Opa’ ins Berufsleben einsteigen.“
Insgesamt 15 Medaillen bei Olympischen Spielen, Europa- und Weltmeisterschaften hat Benjamin Kleibrink in seiner Sammlung. Die Wertvollste war sicherlich die Goldmedaille nach dem Finale von Peking. Damals bezwang er im letzten Gefecht den Japaner Yuki Ota. Bei Weltcupturnieren kletterte Kleibrink 21 Mal auf das Siegerpodest – sieben Mal davon ganz nach oben.
Sehr traurig ist man in Tauberbischofsheim: „Wir wären gerne mit Benni auch noch den Weg in Richtung Rio 2016 marschiert, haben aber natürlich Verständnis für ihn und seine beruflichen Ambitionen,“ so Thomas Menke, Vorstandssprecher des FC Tauberbischofsheim.
Ende Oktober lädt die Stadt Tauberbischofsheim die Teilnehmer/innen der Olympischen und Paralympischen Spiele 2012 zu einem offiziellen Empfang ein. Auch Benjamin Kleibrink wird dann mit von der Partie sein. -jan.
Paralympics-Silber für Simone Briese-Baetke
Ihre erste Teilnahme an Paralympischen Spielen hat die Rollstuhlfechterin Simone Briese-Baetke vom Fecht-Club Tauberbischofsheim am Mittwoch in London mit dem Gewinn der Silbermedaille im Degen gekrönt. Mit großer Freude wurde dieser herausragende Erfolg im Olympiastützpunkt an der Tauber gefeiert. Simone musste sich im Finale nur der amtierenden Weltmeisterin Jana Saysunee aus Thailand mit 8:15 geschlagen geben. Ohne Niederlage ließ sie in ihrer Paradewaffe die Vorentscheidung hinter sich, besiegte dann im Viertelfinale die Französin Cecile Demaude mit 15:4 und in der nächsten Runde die Russin Liudmila Vasilova mit 15:9. Erst die starke Thailänderin machte ihrem Siegeslauf im Finale ein Ende. Einen Tag zuvor hatte Simone Briese-Baetke mit dem Florett nach einer 11:15-Niederlage gegen die Polin Marta Makowska im Viertelfinale den sechsten Platz erreicht.
Seit 25 Jahren gehört Badminton zum Hobbyprogramm des Fecht-Clubs
Schon 1972 stand die Ballsportart Badminton bei den Olympischen Spielen in München als so genannte Demonstrationssportart auf dem Programm, aber erst bei den Spielen 1992 in Barcelona machte sie das Internationale Olympische Komitee zum festen Bestandteil der Wettbewerbe unter den fünf Ringen. Im Olympiastützpunkt Tauberbischofsheim hielt dieses Rückschlagspiel seinen Einzug im Jahre 1987, so dass diese fast 30 Mitglieder zählende Abteilung jetzt ihr 25-jähriges Jubiläum feiern kann. Jeden Mittwoch ab 18 Uhr und sonntags um 10 Uhr trifft sich diese Hobbygruppe und trainiert mit voller Begeisterung.
Als sich die Interessenten mit den „Gründungsvätern“ Norbert Münkel und Matthias Behr, kurze Zeit später kam Professor Dr. Peter Dangelmaier hinzu, für den Aufbau dieser neuen Abteilung entschieden, bestanden beim Fecht-Club Tauberbischofsheim bereits die Hobbygruppen der Drei- bis Sechsjährigen, die sich „Denk-Sport-Trimm-Spaß“ nannte, die Damengymnastik, die Gruppe „Mann-O-Mann“, der „Fußball nach Feierabend“ und das Tanzen.
Das Badminton-Spiel erfordert Schnelligkeit, große Laufintensität und eine hohe körperliche Fitness. Dieser Sport wird weltweit von über 14 Millionen Spielern in mehr als 160 Nationen wettkampfmäßig betrieben. Anders als bei den Olympischen Spielen werden in Tauberbischofsheim mit Blick auf den größeren Verschleiß und die höheren Kosten keine Bälle mit echten Federn sondern Imitate aus Kunststoff verwendet. Die Gruppe unter der Leitung von Matthias Behr feierte in dieser Woche beim ersten Training nach der Sommerpause nun das 25-jährige Bestehen.
Nach dem Ende der Ferien nehmen in der nächsten Woche auch die übrigen Hobbygruppen des FC Tauberbischofsheim ihren Trainingsbetrieb wieder auf: Montags von 9.30 bis 12.30 Uhr die „Fechtflöhe“ für Ein- bis Dreijährige, 13.45 bis 16.15 Uhr „Sport, Spiel und Spaß“ für Drei- bis Sechsjährige; dienstags von 9.30 bis 12.30 Uhr „Fechtflöhe“, 13.45 bis 16.15 Uhr „Sport, Spiel und Spaß“, 18 bis 19 Uhr Bodystyling; mittwochs von 9.30 bis 10.30 Uhr „Körperfit“, 11 bis 12 Uhr rückengerechtes Ganzkörpertraining, ab 18 Uhr Badminton; donnerstags von 9.30 bis 12.30 Uhr „Fechtflöhe“, 13.45 bis 16.15 Uhr „Sport, Spiel und Spaß“, 15.30 bis 18 Uhr rückengerechtes Ganzkörpertraining, 18.15 bis 19.15 Uhr Step-Aerobic in der Gymnastikhalle, 19.20 bis 20.15 Uhr Ganzkörpertraining – unter anderem mit Terra- Band und Gewichten für Frauen und Männer, 20.15 bis 21.15 Uhr „Mann-O-Mann-Gymnastik (nur für Männer); freitags von 9 bis 9.45 Uhr Bewegung im Wasser (nur in den Monaten September bis April), 13.45 bis 16.15 Uhr „Sport, Spiel und Spaß“; samstags von 10 bis 13 Uhr Probetraining im Kraftraum nach Terminvereinbarung, 11 bis 11.45 Uhr Bodyforming; sonntags von 10 bis 12 Uhr Badminton. Außerdem wird jeden zweiten Samstag im Monat Tanzen mit Tanzlehrer in Distelhausen angeboten.
Englische Fechter trainierten wieder in ihrem neuen Zuhause
Team GB in TBB
Schon nach dem Aufenthalt im vergangenen Jahr waren sich die Verantwortlichen des englischen „Haverstock Fechtvereins“ darüber einig, „dass es wohl so ist, ein neues Zuhause für unser jährliches Trainingslager gefunden zu haben“. Und dieser klaren Aussage folgte jetzt der vierte Besuch im Olympiastützpunkt Tauberbischofsheim, diesmal noch mit einer größeren Gruppe als vorher: Insgesamt 125 Fechter aus Großbritannien waren teils mit einem Bus und zudem mit dem Flugzeug angereist, um an den intensiven Übungseinheiten über eine ganze Woche hinweg teilzunehmen.
Die Athletinnen und Athleten, ihre Trainer und Betreuer preisen die umfassende Betreuung, die Atmosphäre rundum und die Anlage selbst mit besten Trainingsmöglichkeiten und nicht zuletzt die Küche. „Es ist wirklich großartig für unsere Fechter, eines der besten Fechtzentren der Welt sehen und nutzen zu können,“ betonten sie.
Das beachtlich große Team hatte im OSP alle Räumlichkeiten für den minutiös geplanten Trainingsablauf zur Verfügung. Insgesamt waren 13 Fechtmeister, darunter auch der Herrendegen-Bundestrainer Didier Ollagnon und Hubert Bischof-Heinrichs vom FC Hardheim-Höpfingen, im Einsatz, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Vom Krafttraining über die Beinarbeit, Lektionen bis hin zum aktuellen Erfahrungsaustausch standen alle Möglichkeiten auf dem Programm. Aufgeteilt in acht Gruppen, konnten die Athletinnen und Athleten bei ihrem vierten Besuch Freifechten unter Wettkampfbedingungen, Gruppenlektionen und Partnerübungen trainieren. Täglich wurden zudem auch Einzellektionen gegeben.

- Eine Gruppe, die der Olympiastützpunkt in Tauberbischofsheim nicht jeden Tag zu Gast hat: 125 Fechterinnen und Fechter aus Großbritannien trainierten eine Woche lang im Fechtzentrum an der Tauber und zeigten sich auch bei diesem vierten Aufenthalt begeistert von den Möglichkeiten dieser Einrichtung, wobei das aktive Betreuungsteam des OSP jederzeit zur Verfügung stand.
Bronze mit Beigeschmack

Die deutschen Florettfechter haben in London Bronze errungen. Doch ein fader Beigeschmack blieb. Drei klare Treffer nahmen der der tunesische Kampfrichter und sein südkoreanischer Kollege dem deutschen Team im Halbfinale. Mit einer furiosen Aufholjagd gegen Japan hatten sich Peter Joppich (Koblenz), Benjamin Kleibrink (Tauberbischofsheim), Sebastian Bachmann und Andre Weßels (beide Bonn) wieder herangearbeitet. Schlussfechter Peter Joppich glich wenige Sekunden vor Ende des Kampfes gegen Yuki Ota aus. Dann musste der Sudden Death entscheiden. Doch irgendwie wollten jene Olympia-Kampfrichter die Treffer des Peter Joppich einfach nicht sehen, revidierten zwei Einzeltreffer des Koblenzers. Auch die dritte Aktion wertete man dann gegen die Deutschen, verhalf so den Japanern zum Finaleinzug. „Die ersten zwei Punkte von Peter waren eindeutig“, sagt Benjamin Kleibrink später. „Andere kamen an und sagten mir, dass wir gewonnen hätten“, ergänzt Peter Joppich.
Schwer hatten die vier in den Olympiatag gefunden. Auftaktgegner Russland führte teilweise mit 10 Treffern Vorsprung. Im siebenten Gefecht läutete Sebastian Bachmann eine fast sensationelle Aufholjagd ein. Kleibrink und Joppich setzten dann jeweils 11 Treffer in ihren Gefechten und beendeten den Kampf mit 44:40 gegen die völlig konsternierten Russen.
Auch die Japaner führten bis zum letzten Kampf Joppich vs. Ota. Benjamin Kleibrink übergab an den Koblenzer mit nur noch drei Treffern Rückstand, der setzte Treffer für Treffer. Bundestrainer Uli Schreck wurde unsanft ausgebremst. „Es ist schlimm, wenn Du glaubst, dass Du im Finale stehst“, erklärt er später. „Dreimal entscheidet er gegen uns. Das stinkt“, lässt Uli Schreck seinem Ärger freien Lauf.
Gut zwei Stunden blieben ihm, seine „Jungs“ wieder aufzubauen. Das schien er offensichtlich vortrefflich hinbekommen zu haben. Im kleinen Finale ließen die vier nichts mehr anbrennen. Mit 45:27 setzten sie sich im Bronze-Match gegen die USA durch, waren von Beginn an dominant und klar überlegen. Eine Schreck-Sekunde musste der Bundestrainer dann doch noch überstehen, als sich Sebastian Bachmann bei einem Sturz das Knie verdrehte und beim Stand von 34:21 ausgewechselt werden musste. Andre Weßels, bis dato nur Ersatzmann, machte seinen Kurzauftritt zur schnellen Angelegenheit. In gut 10 Sekunden setzte er den erforderlichen Treffer zum 35:21, übergab dann an Benjamin Kleibrink.
Die Italiener waren wohl froh, im Finale nicht auf die Deutschen getroffen zu sein, gingen sie doch in den letzten zwei, direkten Vergleichen in Catania und Bonn als Verlierer von der Bahn. Lange taten sie sich im abschließenden Finale gegen Japan schwer, siegten am Ende 45:39 und wurden damit nach 2004 erneut Olympiasieger. -O. Wolf/DFB
Deutsche Säbelfechter Fünfte in London
Eigentlich wollten sie eine Medaille bei den Spielen holen - die deutschen Säbelfechter, Weltranglisten-Dritte im Team. Zwölf Jahre nach der Bronzemedaille von Sydney schien nun die Zeit reif für eine erneute Podestplatzierung. Doch ausgerechnet Südkorea machte Nicolas Limbach, Max Hartung, Benedikt Wagner (alle Dormagen) und Björn Hübner (Tauberbischofsheim) einen Strich durch die Rechnung.
Entsprechend enttäuscht zeigten sich die vier nach Ende des Wettbewerbs.Von Beginn an rannte das deutsche Quartett einem Rückstand in jenem entscheidenden Viertelfinale hinterher. Weder die Einwechslung von Björn Hübner für Benedikt Wagner, noch die späte Aufholjagd von Team-Leader Nicolas Limbach im letzten Gefecht wendeten das Blatt zugunsten der Deutschen. 38:45 unterlag die Mannschaft von Bundestrainer Vilmos Szabo dem späteren Olympiasieger. Rang fünf nach Abschluss des Wettbewerbs war für die Deutschen wohl nur ein geringer Trost. „Keine Medaille – die Enttäuschung ist riesig“, so Limbach weiter.
Hoch anzurechnen bleibt den Vier, dass sie bis zum Ende nicht aufgaben. Da wurde dann zuerst Weißrussland mit 45:40 bezwungen, im abschließenden Kampf China deutlich mit 45:30 besiegt. „Letztendlich müssen wir feststellen, dass Südkorea besser war, als wir“, blickt auch Vilmos Szabo nochmals zurück. Szabo setzt aber auch auf den Faktor Zeit: „Gerade die Jüngeren brauchen noch mehr internationale Erfahrung. Die Finalplätze im Einzel waren kein schlechtes Ergebnis, aber wir wollten eine Medaille holen“.
Doch wer den Bundestrainer und seine Jungs kennt, weiß, dass sie nicht aufgeben werden. In Rio werden sie in vier Jahren mit Sicherheit wieder angreifen. Südkorea wurde am Abend mit einem deutlichen 45:26 gegen Rumänien Olympiasieger. Rang drei ging an Italien, die Russland mit 45:40 bezwangen. - O. Wolf/DFB
Italienischer Dreifach-Sieg/ Golubytskyi Zwölfte

Carolin Golubytskyi war nahe dran, für eine faustdicke Überraschung zu sorgen. Doch Elisa di Francisca (Italien) brachte die 26-jährige Sportsoldatin aus Tauberbischofsheim mit einem Knockout im Achtelfinale aus dem Konzept.
8:3 führte Carolin Golubytskyi im Gefecht um den Einzug in die Finalrunde gegen die aktuelle Weltranglisten- Zweite, die, zunächst ob der Stärke ihrer Gegnerin überrascht, im zweiten Drittel stetig aufholte. Beim Stand von 7:8 zu Gunsten der Tauberbischofsheimerin traf di Francesca die amtierende Deutsche Meisterin mit der Glocke am Kinn. Minutenlang musste sie behandelt werden. Die Italienerin brachte das Gefecht danach routiniert mit 15:9 zu Ende. „Ich war einfach nicht gemein genug“, erklärt Carolin Golubytskyi anschließend, hielt sich mit offener Kritik an ihrer Bezwingerin zurück. „Ich bin nicht der Typ, jemandem etwas zu unterstellen. Es ist halt passiert. Ich kann nicht sagen, ob es Absicht war“, meint sie weiter. Und sie ergänzt: „Ich hätte es heimbringen müssen.“
Sportdirektor Manfred Kaspar seinerseits erklärt: „Sie hat im ersten Drittel blendend gefochten. Der Schlag mit der Glocke zur Halbzeit des Gefechts ausgerechnet in einer so entscheidenden Situation war sicher großes Pech und äußerst unglücklich. Sie war nach den Kampf selbst sehr enttäuscht“.
Zuvor hatte Carolin einen der ihr eigenen Arbeitssiege abgeliefert. 14:9 gewann sie ihren Auftaktkampf gegen die Venezuelanerin Saskia Loretta van Erven Garcia. Nur anfänglich hatte sie gegen die 99-zigste der aktuellen Weltrangliste einige Probleme, entschied dann das Gefecht routiniert zu ihren Gunsten.
Rang 12 blieb damit für die Tauberbischofsheimerin bei ihren zweiten Olympischen Spielen. Vor vier Jahren verpasste sie mit Platz neun ebenfalls knapp den Finalrunden-Einzug.
Derweil feierten die Italienerinnen am Abend einen Dreifach-Erfolg. Elisa di Francisca enttrohnte mit ihrem Finalsieg Titelverteidigerin Valentina Vezzali, gewann das letzte Gefecht des Abends gegen Landsfrau Arianna Errigo 12:11 im Sudden Death. Errigo hatte zuvor die dreimalige Olympiasiegerin im Halbfinale mit 15:12 hinter sich gelassen. - O. Wolf/DFB
Benjamin Kleibrink: Im Florett-Einzel holte er für Deutschland erstes olympisches Gold

Da kam für den heute 26-Jährigen in Peking schon allerhand zusammen. Es war seine Olympia-Premiere und bei der holte er sich nach einem 15:9-Sieg gegen den Japaner Yuki Ota auch noch die Goldmedaille. Na- türlich überstrahlt dieses Olympia-Gold von China noch alles, was er zuvor oder hinter- her erreicht hatte. Dabei kann er bei Welt- und Europa- meisterschaften sowie den nationalen Titelkämpfen schon eine Menge Medaillen vorweisen. Doch jetzt stehen für ihn allein die Olympischen Spiele in London im Fokus. Schließlich ist er im Einzel der „Titelverteidiger“ und hofft sehr, dass es auch diesmal „bombig“ wird.
In den vergangenen Monaten hatte Benjamin Kleibrink mit Verletzungspech zu kämpfen. Er musste sich nach oben arbeiten, und das scheint ihm schon bei den Europameisterschaften Mitte Juni gelungen zu sein. Seine Silbermedaille „lässt für Olympia hoffen“, titelte die Presse. Und er selbst zeigte sich ebenfalls zufrieden: „Das war eben auch ein Vorbereitungsturnier für Olympia.“
Seine Mannschaftskameraden in London sind der viermalige Weltmeister Peter Joppich (CTG Koblenz), Sebastian Bachmann und André Wessels, beide vom OFC Bonn. „Wir sind alle heiß auf den Höhepunkt und fit sind wir auch. Aber jeder muss für sich auf alles vorbereitet sein.“
An den Tag vor vier Jahren, als er die Goldmedaille in Peking gewann, kann er sich noch gut erinnern. „Die ganze Tragweite kam erst später ins Bewußtsein. Die Zeitspanne von vier Jahren ist aber zu lang, um mich jetzt als Titelverteidiger zu bezeichnen.“
Die Florettfechter ermitteln in London am 31. Juli ihre Medaillengewinner, die Mannschaften treten am 5. August an. „Unsere Ziele sind, einen guten Tag zu erwischen und in die Medaillenränge zu kommen.“ Medaillen seien sowohl im Einzel- als auch im Mannschaftswettbewerb möglich. „Und da glaube ich auch an mich, denn eigentlich habe ich gegen jeden Fechter eine Chance.“
Grundsätzlich merkt der Olympiasieger von Peking an, dass die Situation schwieriger geworden sei, denn die weltweite Konkurrenz werde ständig größer und stärker. „Für Tauberbischofsheim muss ich sagen, dass es hier immer noch starke und erfolgreiche Athleten gibt.“
Den Teamgeist hält Benjamin Kleibrink für so gut wie wohl niemals zuvor. „Wir haben jetzt ein sehr erfolgreiches Jahr hinter uns, waren fast jedes Mal auf dem Treppchen. Solche Erfolge schweißen natürlich auch zusammen. Es ist schon sehr, sehr gut momentan.“ Und ganz konkret zu den Zielen: „Im Einzel ist natürlich mein Ziel, dass ich in die Medaillenränge reinkomme, wobei den Sieg natürlich nur Nuancen ausmachen. Und mit der Mannschaft versuchen wir selbstverständlich auch alles, um eine Medaille zu erringen.“ -jan
Stärkste Erinnerung von Carolin Golubytskyi: Glückwunschtelegramm von Emil Beck

Zu den 30. Olym- pischen Spielen in London werden 10 500 Sportler aus über 200 Ländern erwartet. Darunter auch die Florettfechterin Carolin Golubytskyi vom FC Tauberbi- schofsheim.
Hunderte von Wettkämpfen hat sie mit ihren erst 26 Jahren schon absolviert, von Nordbadischen Meisterschaften bis hin zu den Olympi- schen Spielen in Peking. Bei der Fülle ihrer Erfolge ist es schon erstaunlich, dass Carolin Golubytskyi ein Ereignis in besonderer Erin- nerung geblieben ist: „ 2000 bei den Kadetten-Weltmeisterschaften in South Bend habe ich, damals noch als Carolin Wutz, die Bronzemedaille gewonnen und war überglücklich, als mir ein Glückwunschtelegramm ins Hotelzimmer gebracht wurde, unterschrieben von Emil Beck.“
In seinem Sinne wird sie jetzt auch in London an den Start gehen: „Ich bin sehr glücklich, die harte Qualifikation mit meinem Trainer und Mann Sergei geschafft zu haben.“ Nach der Verabschiedung in Tauberbi- schofsheim hat sie die fechtspezifischen Vorbereitungen in Moskau absolviert. „Ich hoffe dann bei den Wettkämpfen, meine Stärken im mentalen wie im taktisch-technischen Bereich abrufen zu können. Meine besonderen Stützen sind mein Trainer, meine Familie und Freunde.“
Die mehrfache Deutsche Meisterin erreichte in China im Einzel den neunten, mit der deutschen Mannschaft den fünften Platz. „Ich bin in London auf jeden Fall bereit, mein Bestes zu geben.“ An der gut fünfstündigen Eröffnungsfeier wird Carolin nicht teilnehmen, denn sie muss schon am nächsten Tag zu den Wettkämpfen antreten und will sich deshalb diese lange, wenn auch beeindruckende Strapaze nicht zumuten.
Auch die Bundeswehr-Sportfördergruppe in Mainz, der sie angehört, wird mit Spannung nach London schauen. Eine von ihnen ist dabei, wenn es am Samstag um die Medaillen im Damenflorett geht. Was sie dort erwartet, hat sie schon einmal miterleben können: „Die Atmosphäre bei Olympischen Spielen sind mit keinem anderen Wettkampf zu vergleichen. Nervosität und Anspannung sind bei allen Athleten vorhanden. Trotzdem gehe ich mit einem sehr guten Gefühl zu meinen zweiten Olympischen Spielen. Denn wenn ich das bringe, was ich kann, dann kann es gut werden.“
Weil sich die deutsche Damenflorett-Mannschaft nicht qualifizieren konnte, sah Carolin in heimischen Gefilden nicht die idealen Trainingsmöglichkeiten, deshalb der Aufenthalt in Moskau, „der soll mir den letzten Schliff bringen“.
Und Carolin Golubytskyi relativiert auch die Bedeutung des Sports in ihrem Leben: „Meine Träume und Hoffnungen beziehen sich nicht nur auf das sportliche, sondern auch auf das private Geschehen. Der Glaube hilft mir, Ziele zu verwirklichen. Ich bin sehr glücklich, und das sagt doch schon alles,“ fügt sie hinzu, wohl auch hoffend, dass ihr der nötige Beistand am kommenden Samstag nicht versagt wird. -jan
Björn Hübner ist zuversichtlich: Die Goldmedaille im Säbelteam - "das wollen wir schaffen!"

„Unser Björn, der Junge von neben- an, immer freundlich und guter Dinge“. So kennt man ihn im Taubertal. Nach vielen großartigen Erfolgen folgt jetzt die Krönung seiner sportlichen Lauf- bahn mit der Teil- nahme an den Olympischen Spielen in London. Mit sieben Jahren spielte er Fußball, dann besuchte er in Werbach einen Schnupperkurs Fechten. Er ist bei dieser Sportart geblieben, zählt zu den Hoffnungs- trägern im Olympiastützpunkt Tauberbischofsheim und gilt als ausgeprägter Teamplayer. Björn Hübner „firmiert“ bei den Turnieren unter der Doppelbezeichnung „FC Tauberbischofsheim/FC Werbach“, unterstreicht damit die Verbundenheit zu seinen Wurzeln und ist schließlich auch der Zweite Vorsitzende seines Heimatvereins.
Er war Junioren-Weltmeister, gewann Silber im Einzel bei den Europameisterschaften, wurde Titelträger mit der Mannschaft. Auch EM-Bronze im Einzel und mit der Mannschaft bei den Aktiven und mehrere Goldmedaillen bei Deutschen Meisterschaften weist seine Erfolgbilanz aus. Jetzt aber schaut er nach London. „Wir haben uns gut hochgearbeitet. Gold – das wollen wir schaffen.“
Für Björn Hübner waren die vergangenen Monate nicht leicht. Erst zog er sich eine Daumenverletzung zu, musste pausieren, dann eine schwarze Karte des Obmannes beim Weltcup Ende April in Athen. Das bedeutete eine zweimonatig Sperre. Schließlich stand er dann doch auf der Nominierungsliste von Bundestrainer Vilmos Szabo.
Mit Nicolas Limbach, Benedikt Wagner und Max Hartung, alle von Bayer Dormagen, bildet er diese Mannschaft, „die erfolgshungrig ist, denn wir hatten schon lange kein so gutes Team mehr“, betont der 26-Jährige.
Björn Hübner weiß, dass die Erwartungen ungeheuer groß sind. Als stärkste Konkurrenz sieht er die russische Mannschaft an. Die Stunde der Wahrheit schlägt für am 29. Juli, dem Tag der Mannschafts-Entscheidung im Herrensäbel. -jan.
Dr. Zita Funkenhauser - bei den fünften Olympischen Spielen im Einsatz

Es sind in einem Zeitrahmen von 28 Jahren die fünften Olympischen Spiele, an denen sie teilnimmt: Drei Mal – nämlich 1984 in Los Angeles, 1988 in Seoul und 1992 in Barcelona - gehörte sie als erfolgreiche Florettfechterin zum deutschen Aufgebot und gewann mit der Mannschaft zwei Gold- und eine Silbermedaille, zudem im Einzel Bronze. Diesmal, in der britischen Hauptstadt, leitet sie ein Team von neun Zahnärzten, mit denen der Bremer Dental- spezialist Bego als Co-Partner der deutschen Olympiamannschaft seine Praxis im „Deutschen Haus“ ausstattet: Rund um die Uhr kann sie von Sportlerinnen und Sportlern, Trainern, Betreuern, Journalisten und Gästen in Anspruch genommen werden.
Schon vor vier Jahren in Peking war Dr. Zita Funkenhauser in gleicher Mission vor Ort, inzwischen kennt sie die Abläufe, kann ihre Erfahrungen als jetzige Leiterin des Teams bestens einbringen.
Für die mehrfache Olympiasiegerin und frühere Weltmeisterin ist es ein besonders beeindruckendes Ereignis, nun in dieser Weise diese Spiele unter den fünf Ringen begleiten und die Faszination miterleben zu können. Sie sieht ihren Beruf nicht als „Job“, der einzig dazu dient, Geld zu verdienen. Für Dr. Zita Funkenhauser ist es vielmehr eine Berufung: „Den ganzen Ehrgeiz und Fleiß, den ich früher für das Fechten aufgebracht habe, investiere ich jetzt als Zahnärztin. Schon mit dem Florett wollte ich immer noch besser werden, das ist jetzt ganz genau so.“
Am Freitag tritt sie ihre Reise an, bis zum 11. August ist sie dann ausgestattet mit einem Spezialhandy, um immer erreichbar zu sein. Zwar ist die Bego-Praxis im „Deutschen Haus“ ihr Domizil, aber sie wird sehr wohl verfolgen, was in den Wettkampfstätten vor sich geht. Und aus alter und tiefer Verbundenheit wäre das Schönste für sie, wenn die deutschen Fechter wieder Medaillen gewinnen würden. „Die Chancen sind da und wenn das dann noch unseren Athleten von der Tauber gelingt, dann bin ich rundum glücklich,“ merkt die Florett- und Dentalspezialistin Dr. Zita Funkenhauser abschließend an. -jan
Beste Wünsche für erfolgreiche Olympische Spiele

- Mit den besten Wünschen für ein erfolgreiches Abschneiden wurden die Olympiateilnehmer (vorn von links) Carolin Golubytskyi (FC TBB, Damenflorett), Alexandra Bujdoso (Königsbacher SC, Damensäbel), Rollstuhlfechterin Simone Briese-Baetke (FC TBB, Degen und Florett), der Olympiasieger von Peking, Benjamin Kleibrink (FC TBB, Herrenflorett), Ricarda Multerer (Heidenheimer SB, Damendegen) und Björn Hübner (FC TBB/FC Werbach, Herrensäbel) im Olympiastützpunkt Tauberbischofsheim verabschiedet. Alles Gute wünschten im Kreis der Sponsoren auch der IOC-Vizepräsident und Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, Dr. Thomas Bach, selbst 1976 Olympiasieger mit der Mannschaft im Florett, Bürgermeister Wolfgang Vockel und FC-Vorstandssprecher Thomas Menke.
Jetzt sind sie auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in London, Einkleidung und Trainingslager stehen noch bevor, am Mittwoch wurden sie offiziell im Fechtzentrum Tauberbischofsheim verabschiedet und FC-Vorstandssprecher Thomas Menke war sich sicher, dass sie sich bei diesem größten Sportereignis der Welt gut präsentieren werden. Er begrüßte im Rahmen dieser abwechslungsreichen Veranstaltung auch Bürgermeister Wolfgang Vockel, den IOC-Vizepräsidenten und Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes, Dr. Thomas Bach, eine große Zahl von Sponsoren, den Landtagsabgeordneten Professor Dr. Wolfgang Reinhart sowie den Präsidenten des Nordbadischen Fechterbundes, Lothar Blase.
Glückwünsche und ein Geschenk hielt Thomas Menke für den Olympiasieger von Peking, Benjamin Kleibrink, für das Erreichen der Silbermedaille bei den Europameisterschaften bereit. Dann stellte der Geschäftsführer der Sport Marketing Tauberbischofsheim GmbH (SMT), Jochen Färber, die anwesenden Sportlerinnen und Sportler den Gästen vor: Vom FC Tauberbischofsheim Carolin Golubytskyi, Benjamin Kleibrink, Björn Hübner (FC TBB/FC Werbach) sowie die Rollstuhlfechterin Simone Briese-Baetke, die sich für die Paralympics qualifiziert hat, ferner die im Olympiastützpunkt trainierende Alexandra Bujdoso vom Königsbacher SC und Ricarda Multerer vom Heidenheimer SB vor. Alle zeigten sich optimistisch und versprachen, ihr Bestes zu geben. Wohl wissend, dass auch alle anderen Athletinnen und Athleten in diesem Sinne an den Start gehen.
Unter dem Motto „nach den Spielen ist vor den Spielen“ unterstrich Jochen Färber, dass der Fecht-Club Tauberbischofsheim natürlich über die Spiele von London weit hinausdenke und sein Augenmerk bereits auf Olympia 2016 in Rio de Janeiro und darüber hinaus richte. Aus dem „Perspektivkader Rio“ präsentierte er Patricia Derr, Jasmin Bührle, Lisa Freudenberger, Richard Schmidt, Andrej Raisch und Anne Sauer (FC TBB/FC Hardheim-Höpfingen), die sich den Anforderungen sehr wohl bewusst zeigten und diesen Weg in die sportliche Zukunft überaus realistisch einschätzten.

- „Nach den Spielen ist vor den Spielen.“ Unter diesem Motto präsentierte SMT-Geschäftsführer Jochen Färber Nachwuchshoffnungen des Fecht-Clubs Tauberbischofsheim für Olympia 2016 in Rio de Janeiro (von links): Patricia Derr (Damendegen), Jasmin Bührle, Lisa Freudenberger (beide Damensäbel), Richard Schmidt (Herrendegen), Andrej Raisch und Anne Sauer (FC TBB/FC Hardheim-Höpfingen, beide Florett).

- Gestern hatten sie bei der Aufführung „Romeo und Julia“ ihre Festspielpremiere in Röttingen, am Mittwoch zeigten sie bei der Verabschiedung der Olympiateilnehmer ihren Part in diesem Stück. Die Florettfechter Markus Hartmann, Andrej Raisch, Richard Junghanns und Pascal Braun vom FC Tauberbischofsheim.
Das Musical „Romeo und Julia“ wird seit gestern bei den Festspielen in Röttingen aufgeführt und zum Ensemble gehören auch vier Florettfechter des FC Tauberbischofsheim: Ihren von Nele Grodde konzipierten Auftritt boten sie am Mittwoch den Gästen der Olympia-Verabschiedung. Markus Hartmann, Andrej Raisch, Richard Junghanns und Pascal Braun zeigten eine reife Leistung und wurden mit viel Beifall für diese spezifische Einlage belohnt.
Die jetzt nominierten Sportlerinnen und Sportler Carolin Golubytskyi, Benjamin Kleibrink, Björn Hübner und Simone Briese-Baetke setzen ein große, weltweit beachtete und gewürdigte Vereinstradition fort, denn vor nunmehr 40 Jahren begann die olympische Geschichte des Fecht-Clubs Tauberbischofsheim: Es war für das kleine Städtchen und die gesamte Region eine Sensation, ein herausragender Erfolg, dass sich mit Karin Gießelmann, Harald Hein (beide Florett), Reinhold Behr und Jürgen Hehn (beide Degen) vier Athleten von der Tauber für die Olympischen Spiele 1972 in München qualifiziert hatten.
Alexander Pusch gewann erstes Olympia-Einzel-Gold
Doch dieses großartige „Dabeisein ist alles“ war nur der Anfang eines sportlichen Aufschwungs, den in dieser Form wohl niemand für möglich gehalten hätte. Schon vier Jahre später, unter den fünf Ringen von Montreal, machten die Fechter aus Tauberbischofsheim in einer Weise auf sich aufmerksam, die auf der ganzen Welt Beachtung und Bewunderung erzeugte: Der Degenfechter Alexander Pusch erkämpfte sich die höchste Stufe des Olymps, gewann die erste Goldmedaille im Einzel für den Fecht-Club Tauberbischofsheim, und das auch noch nach einem Sieg gegen seinen Vereinskameraden Jürgen Hehn, der damit zudem die erste olympische Silbermedaille in der Erfolgsbilanz des Vereins beisteuerte.
Doch damit gaben sich die aufstrebenden Fechter um Emil Beck noch nicht zufrieden, sie überraschten die Sportwelt in Montreal auch noch mit dem ersten Mannschafts-Gold im Herrenflorett, das Thomas Bach, heute IOC-Vizepräsident und Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, Matthias Behr, Harald Hein und Erk Sens-Gorius, gewannen. Diesen ungeahnten und frenetisch gefeierten Erfolg rundete schließlich das Herrendegen-Team (Reinhold Behr, Volker Fischer, Jürgen Hehn, Hanns Jana und Alexander Pusch) mit der Silbermedaille ab.
Dieser triumphale Auftakt blieb kein einmaliges Ereignis, denn die Tauberbischofsheimer konnten auch in den folgenden Jahren großartige Ergebnisse ihrer Fechterinnen und Fechter ausgiebig feiern. Jetzt, vor dem großen Sportfest in London, kann der Fecht-Club allein bei Olympischen und Paralympischen Spielen insgesamt neun Gold-, 16 Silber- und 13 Bronzemedaillen vorweisen. Nun stehen zunächst Carolin Golubytskyi, Benjamin Kleibrink und Björn Hübner im Mittelpunkt des sportlichen Geschehens, etwas später dann auch Simone Briese-Baetke bei den Paralympics: Sie haben die Chance, diese prächtige Bilanz noch zu verbessern.
Nach DM-Gold warten jetzt die Paralympics

Sie ist die Medaillenhoffnung bei den Paralympischen Spielen in London und präsentierte sich davor noch einmal in aller Stärke bei den Deutschen Meisterschaften der Rollstuhlfechter in Esslingen: Simone Briese-Baetke vom Fecht-Club Tauberbischofsheim (Bild) gewann bei diesen Titelkämpfen sowohl in ihrer Paradewaffe Degen als auch mit dem Florett die Goldmedaille und kann sich jetzt voll und ganz auf das Großereignis in Großbritannien vorbereiten.
Internationale Zusammenarbeit in der Praxis demonstriert

Eine über zwei Jahre alte Vereinbarung zwischen dem Deutschen Fechter-Bund und dem französischen Fechtverband wurde jetzt einmal mehr mit Leben erfüllt, diesmal auch noch mit Teilnehmern aus Großbritannien: 30 Degenfechter der Jahrgänge 1994 bis 1997 aus diesen drei Ländern trafen sich dazu im Olympiastützpunkt Tauberbischofsheim. Dabei stand aber nicht nur das gemeinsame Training im Mittelpunkt: „Das persönliche Kennenlernen und der kulturelle Austausch gehörten ebenso zu den Zielen dieses Trainingslagers,“ betonte Mario Böttcher, Degentrainer in Tauberbischofsheim und Mitorganisator dieser Veranstaltung. Es sei für die Athletinnen und Athleten besonders interessant gewesen, auch einmal mit anderen Trainern zu arbeiten und ihre Methoden kennen zu lernen, fügte er hinzu. Mit ihm betreuten Hans-Jürgen Hauch, Jamie Miller aus England und Maxime Bourdageau aus Frankreich die jungen Fechter, "die damit ihre Saison mit einem besonders interessanten Erlebnis abgeschlossen haben", erklärte Mario Böttcher weiter.
Karl Wachter jetzt im Fecht-Club-Aufsichtsrat

Das frühere Vor- standsmitglied der Michael Weinig AG in Tauberbischofs- heim, Karl Wachter (Bild), jetzt im Aufsichtsrat des Unternehmens, ist nun auch in den Aufsichtsrat des Fecht-Clubs berufen worden. Diesem Gremium obliegt die Überwachung der Geschäftsführung des Vorstandes, es schlägt der Mitgliederversammlung die Kandidaten für die Besetzung der Vorstandsämter vor und hat den jährlichen Wirtschaftsplan zu genehmigen. Vorsitzender des FC-Aufsichtsrates ist Bürgermeister Wolfgang Vockel. -jan.
Gute Gesundheit ist unerlässliche Voraussetzung

Wie wertvoll die Gesundheit ist, spüren viele Menschen erst dann, wenn sie wirklich krank sind. Deshalb hat gerade auch für Sportler dieser Bereich oberste Priorität. Unter diesem wichtigen Vorzeichen fand einmal mehr die jährliche Kaderuntersuchung für die Fechterinnen und Fechter am Olympiastützpunkt Tauberbischofsheim statt. Sie wurde von der Sektion Sportmedizin des Universitätsklinikums Ulm durchgeführt. Neben umfangreichen medizinischen Untersuchungen werden dabei fechtspezifische Schnelligkeits-, Ausdauer- und Sprungkrafttests angeboten. Aktuell werden von der Sektion Sportmedizin unter Leitung von Professor Dr. Jürgen Steinacker im Rahmen eines Forschungsprojektes im Auftrag des Deutschen Fechter-Bundes und des Bundesinstituts für Sportwissenschaft weitere fechtspezifische Tests für eine detaillierte Analyse der Schnelligkeit und Technik entwickelt, die eine noch umfassendere Leistungsdiagnostik ermöglichen und so die Trainer und Athleten beim systematischen Training unterstützen. Unser Bild zeigt das Ulmer Team bei seinem Einsatz in Tauberbischofsheim mit (von links) den Assistentinnen Manuela Richter und Stephanie Pscheidl, den Ärzten Dr. Mahdi Sareban, Dr. Martin Sdzuj und Professor Dr. Liu sowie den Sportwissenschaftlern Dmytro Prokopchk und Dr. Mario Weichenberger. -jan.
Kleibrink versilbert sich EM

Olympiasieger Benjamin Kleibrink (FC Tauberbi- schofsheim) hat sich mit Rang zwei in Legnano recht- zeitig vor den Olympischen Spie- len endgültig in der internationalen Spitze zurück gemeldet.
Der 26-jährige ließ im Verlauf des Turniers wenig anbrennen. Nach überstandener Vorrunde setzte er sich sicher mit 15:10 gegen den Polen Pawel Kawiecki durch, eliminierte anschließend Yaaqov Or Htuel (Israel) 15:7. Im Achtelfinale besiegte er in souveräner Manier Artur Akhmatkuzin (Russland) 15:9. In einem rein deutschen Viertelfinalgefecht gewann er anschließend gegen seinen Nationalmann- schaftskollegen Andre Weßels (OFC Bonn) 15:12.
„Schön, dass Benni rechtzeitig vor den Spielen nochmals auf sich aufmerksam machen konnte“, freut sich Bundestrainer Uli Schreck über den Erfolg seines Schützlings, der damit seine dritte EM-Einzelmedaille nach 2006 und 2007 erkämpfen konnte.
Das Halbfinale wurde zum wahren Krimi. Kleibrink lag bereits 8:11 zurück, drehte das Gefecht dann mit der ihm bekannten Souveränität und siegte am Ende verdient 15:14 gegen den Polen Michal Majewski. Am Ende war es der Russe Alexej Cheremisinov, der dem Tauberbischofsheimer Gold verwehrte. 7:15 musste sich Benjamin Kleibrink im abschließenden Finale geschlagen geben, durfte sich dennoch über Silber freuen. - O. Wolf/DFB
Galileo trifft Fechten - Gewehrkugel ausweichen eXtrem
Neo, der Held aus dem Film "Matrix", macht es uns vor – problemlos weicht er Gewehrkugeln aus, die auf ihn abgefeuert werden. Aber: Wäre es möglich, auch ohne Superkräfte einer Gewehrkugel auszuweichen? Galileoreporter Jan Schwiderek will das in einem aufwändigen Experiment mit einem Bundeswehrscharfschützen selbst ausprobieren und stellt sich gemeinsam mit Tauberbischofsheimer Fechter Andreas Falb dem Gewehrfeuer.
Heute , Montag, den 18. Juni um 19:05 Uhr bei Galileo auf ProSieben oder aber auch im Livestream unter: http://www.prosieben.de/tv/galileo/livestream/
Russische Spitzenfechter zu Gast in TBB

Olympisches Flair im Fechtzentrum Tauberbischofs- heim: Die russische Säbel-National- mannschaft um Star-Trainer Christian Bauer hat fünf Tage an der Tauber trainiert. Gemeinsam mit den deutschen Säbel-Assen haben sich die russischen Athleten vorbereitet: In den nächsten Wochen stehen die Europameisterschaften und Olympischen Spiele auf dem Programm.
Die russischen Gäste führen derzeit sowohl bei den Damen, als auch bei den Herren die Weltrangliste in der Team-Wertung an. „Um so interessanter war das gemeinsame Training“, so Björn Hübner. Es war nicht das erste Mal, dass Säbel-Coach Christian Bauer ein Trainingslager in Tauberbischofsheim einlegte. Bereits früher war er mit Franzosen, Italienern und auch Chinesen nach Tauberbischofsheim gereist. Bauer hat bereits zahlreiche Weltmeister und Olympiasieger hervorgebracht, zuletzt 2008 mit dem Chinesen ZHONG Man. Danach verpflichtete ihn der russische Fechtverband für die Säbel-Nationalmannschaft.„Es ist uns eine große Ehre, eine solche Trainerpersönlichkeit zu Gast im Olympiastützpunkt zu haben“, sagt Leiter Matthias Behr, „immerhin ist Bauer einer der besten Säbel-Lehrer der Welt!“
Auf deutscher Seite nutzte Bundestrainer Vilmos Szabo diese Gelegenheit, das Training mit Benedikt Wagner, Maximilian Hartung (beide Bayer Dormagen) und Björn Hübner vom FC Tauberbischofsheim zu intensivieren.
Die Gäste aus Russland nutzten den Aufenthalt in der Region aber nicht nur, um sich sportlich auf die bevorstehenden Wettkämpfe vorzubereiten. „Bei dem harten Training war dennoch Zeit genug für eine schöne Shoppingtour “, sagt Christian Bauer. -jan.
Auch im Herrenflorett Mannschafts-Silber erkämpft

Eine weitere Silbermedaille hat die deutsche Herrenflorett-Vertretung im Team-Wettbewerb bei den U23-Europameisterschaften in Bratislava erkämpft: Die Mannschaft des Deutschen Fechter-Bundes mit Moritz Kröplin, Marius Braun, André Sanita (alle OFC Bonn) und dem Tauberbischofsheimer Markus Hartmann (Bild, vordere Reihe, 2. v.r.) schlug im Viertelfinale das Quartett der Tschechischen Republik klar mit 45:28 und setzte sich auch im Halbfinale gegen Österreich mit 45:35 durch. Den Siegeszug der Deutschen stoppte im Endkampf erst die Mannschaft aus Italien, die sich mit 45:34 durchsetzte. -jan
EM der U23: Zwei Tauberbischofsheimerinnen gewinnen Silber mit dem Team

Die Silbermedaille hat das deutsche Damenflorett-Team bei den U23-Europameisterschaften in Bratislava gewonnen. In der von Bundestrainer Lajos Somodi (lnks) betreuten Mannschaft standen die Tauberbischofsheimerin Eva Hampel (Zweite von links), die im Einzel den fünften Platz erreichte, und Anne Sauer (rechts, FC TBB/FC Hardheim-Höpfingen) mit Stephanie Romanus vom FC Leipzig und Charlotte Krause vom OFC Bonn. Das deutsche Quartett setzte sich im Viertelfinale gegen die Ukraine mit 40:29 und im Halbfinale gegen Russland mit 34:30 durch, traf dann im Endkampf auf Polen und musste sich nur in diesem Kampf mit 29:45 geschlagen geben. Die Bronzemedaille holten sich die Russinnen nach einem 44:27-Sieg über Ungarn. -jan
Kuwaitische Nationalfechter fühlen sich wie daheim

„Wir haben hier die besten Trainings- möglichkeiten der Welt, sind sehr gut aufgehoben und fühlen uns deshalb wie zu Hause.“ Dieses Kompliment machten die Vertreter des kuwaitischen Fechtverbandes jetzt den Verantwortlichen des Olympiastützpunktes Tauberbischofsheim, nachdem sie den 30. Aufenthalt mit ihrem Nationalteam im Fechtzentrum an der Tauber absolviert hatten. Shaker M. Sanasiri (links), Vizepräsident des kuwaitischen Verbandes, und Teammanager Ali M. Hassan nahmen aus diesem Anlass eine Partnerschaftsurkunde entgegen und überreichten ihrerseits ein Bildgeschenk an OSP-Leiter Matthias Behr (Zweiter von links), den Geschäftsführer der Sport Marketing Tauberbischofsheim GmbH, Jochen Färber (Mitte), und Peter Märtsch (rechts), dem Mitglied der Führungskonferenz. Sie bedankten sich für die stete Gastfreundschaft und vor allem auch dafür, dass Küchenchef Mustapha Fraoui im VS-Casino des Olympiastützpunktes immer für einen arabischen Speiseplan sorge. Der nächste Besuch der kuwaitischen Nationalfechter ist bereits gebucht. -jan.
Simone Briese-Baetke meldet sich eindrucksvoll zurück

Beim Weltcup in Lonato, dem letzten vor den Paralympics in London und dem ersten nach ihrer Verletzungspause, hat sich Rollstuhlfechterin Simone Briese-Baetke vom FC Tauberbischofs- heim wieder eindrucksvoll zurückgemeldet: Mit dem Degen kämpfte sie sich in das Finale und konnte nach einer hauchdünnen 14:15-Niederlage die Silbermedaille in Empfang nehmen. Stark präsentierte sie sich auch mit dem Florett, mit dem sie den dritten Platz erreichte. Für Simone Briese-Baetke steht jetzt in den kommenden Wochen ein intensives Vorbereitungstraining auf dem Programm, um dann bei den Paralympischen Spielen in Großbritannien in alter Stärke an den Start gehen zu können. jan.
Rudorfer-Dach-Cup: Wieder Erfolg auf ganzer Linie

Vom Ablauf, der Organisation und der Atmosphäre her hat der „Rudorfer-Dach-Cup" im Olympiastützpunkt Tauberbischofs- heim wieder alles gehalten, was die früheren Besucher von ihm kannten und die neuen erwartet haben und diesmal auch wieder erleben konnten. Bei einem solchen Turnier mit 15 Einzelwettkämpfen und 170 Teilnehmern haben auch die emotionalen Empfindungen der jungen Fechterinnen und Fechter einen besonderen, stets ganz persönlichen Stellenwert: Der reicht von Freude und Jubel über Traurigkeit bis hin zu richtigem Ärger und Tränen. Das ist die Faszination des Sports, denn nur einer kann gewinnen.
Der Service-Club Kiwanis war ebenfalls einmal mehr den ganzen Tag über auf den Beinen, um die vielen Besucher zu betreuen und ihre Wünsche in kulinarischer Hinsicht zu erfüllen. Das Organisationsteam um Peter Behne war überall dort im Einsatz, wo es notwendig war und wo es gebraucht wurde. Zum Schluss und als Höhepunkt für die Athletinnen und Athleten hatten auch Turnier-Namensgeber Martin Rudorfer, Kiwanis-Präsident Michael Kropp und FC-Vorstandsmitglied Thorsten Weidner, selbst mit dem Florett Olympiasieger und früherer Weltmeister, im wahrsten Sinne des Wortes „alle Hände voll zu tun“, denn sie gratulierten den 15 Besten und allen Finalplatzierten, überreichten Pokale, Urkunden und Geschenke. -jan.
Veränderte Zeiten erfordern ständig neue Initiativen

Sportler/innen wollen den Erfolg, trainieren hart und beständig, um ihre Leistungen zu verbessern. Sie werden dabei intensiv von den Vereinen und deren Trainer unterstützt. Aber sie können nicht allein den Sport in ihren Lebensmittelpunkt stellen, auch Schule, Studium oder berufliche Ausbildung erfordern große Anstrengungen. All diese Belastungen müssen koordiniert und aufeinander abgestimmt werden. Das Regionalteam der Eliteschulen des Sports am Olympiastützpunkt nimmt sich dieser Aufgabe an. Dieses Gremium tagte jetzt unter der Leitung des Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Tauberfranken, Thomas Menke.
Er könne in diesem Kreis, in dem die zuständigen Ministerien, der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), der Deutsche Fechter-Bund (DFB), der Landessportverband, die Partnerschulen, deren Träger und die Wirtschaft vertreten seien, diesmal einige neue Gesichter begrüßen, betonte der Vorsitzende. Es sei wichtig, dass in Betrieben Praktika- und Ausbildungsplätze für Sportler/innen zur Verfügung gestellt würden, es müsse über die G8- und G9-Auswirkungen diskutiert werden. Die Einrichtung in Tauberbischofsheim habe im vergangenen Jahr vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband eine Förderung von 16 800 Euro erhalten und er gehe davon aus, dass eine solche Unterstützung auch in Zukunft gewährt werde. Mit Freude wolle er daran erinnern, dass Lisa Freudenberger als „Eliteschülerin des Jahres 2011“ ausgezeichnet worden sei.
Den Bericht des DOSB-Arbeitskreises „Eliteschulen des Sports“ übermittelte Internatsleiterin Ute Vahid für die verhinderte Referentin Barbara Lischka und wies darauf hin, dass die Drogenprävention für den DOSB höchste Priorität habe. Die neuesten Aktivitäten im Olympiastützpunkt erläuterte anschließend der Leiter der Führungskonferenz, Matthias Behr. Der Trägerverein habe eine neue Vorstandschaft und die Sport Marketing Tauberbischofsheim GmbH mit Jochen Färber einen neuen Geschäftsführer. „Sportlich waren die letzten zwölf Monate fokussiert auf die heiße Phase der Olympiaqualifikation, und das mit einem überaus gutem Ergebnis: Der Deutsche Fechter-Bund ist in allen Disziplinen am Start.“ Wer von London spreche, müsse aber auch schon an die Spiele in Rio de Janeiro 2016 denken. Er schilderte dann die Aktivitäten des Vereins für den Nachwuchs, „die schon bei den Vorschulkindern beginnen“. Es werde weiterhin in allen sechs Waffen ausgebildet, was natürlich eine besondere Herausforderung darstelle. Die Gesamtzahl der betreuten Kinder im Nachwuchsbereich betrage 181, von der B-Jugend bis zu den Aktiven kämen 140 hinzu, so dass die Gesamtzahl der Athleten im Fechtbetrieb 321 betrage. Im Kaderbereich sei der Fecht-Club Tauberbischofsheim in allen Waffen vertreten, fast die Hälfte der deutschen Kaderathleten trainiere regelmäßig im Olympiastützpunkt an der Tauber. Für den DFB stellte Präsident Gordon Rapp heraus, dass es in den letzten Jahren gelungen sei, wieder Idole im Fechtsport aufzubauen. Der Verband befinde sich in einem Prozess der Veränderung. Unter dem Stichwort „G8 und Leistungssport“ erläuterte Ute Vahid die Probleme, die sich aus der verkürzten Schulzeit zum Abitur ergeben. Spitzensport allein mit Nachwuchs aus dem Taubertal könne nicht realisiert werden, deshalb bestehe auch das Berghof-Internat für junge Athleten aus anderen Landesteilen und Bundesländern. Der Direktor für den Leistungssport beim Landessportverband, Guenther Lohre, sprach sich nachhaltig für das duale System aus, „wir wollen in diesem Bereich keine Profis, denn Erfolge im Sport, in der Schule und bei der beruflichen Ausbildung schließen sich nicht aus." -jan.
Freundschaft und Landschaft genossen, Turnier gewonnen

Zu einem tollen Kurzbesuch in Tauberbischofs- heims Partnerstadt Vitry-le-François waren kürzlich Ilja Rudt, Magnus Romacker, Timur Grimm, Sabrine Fraoui, Kester Kuhlmann und Marvin Forst mit ihren beiden Betreuern Peter Behne (hinten links) und Wolf-Dieter Weltz (hinten rechts) aufgebrochen. Dabei konnten die jungen Sportlerinnen und Sportler des FC Tauberbischofsheim das Schöne mit dem Sportlichen verbinden. Die Gruppe genoss einerseits die Freundschaft in den Gastfamilien und leistete damit einen aktiven Beitrag zur Völkerverständigung. Andererseits unternahmen sie gemeinsame Ausflüge in die landschaftlich reizvolle Umgebung der Champagne. Schließlich wurde auch gefochten und sie standen sich mit den Fechtern von Vitry-le-François in einem Fechtturnier gegenüber: Mit Pokalen und attraktiven Geschenken wurden die Tauberbischofsheimer Fechter am Ende belohnt. „Für unsere jungen Sportler ist ein solcher Aufenthalt immer ein besonderes Ereignis,“ stellten Peter Behne und Wolf-Dieter Weltz heraus. Bei einer solch harmonischen Atmosphäre freuen wir uns alle schon auf den Gegenbesuch, der im Dezember während des VS-Cups in Tauberbischofsheim stattfinden wird.“ -jan
Stellenausschreibung
Der Olympiastützpunkt (OSP) Tauberbischofsheim ist eine von Bund und Land geförderte Einrichtung des Spitzensports.
Für den Arbeitsbereich Trainingswissenschaften suchen wir zum 01.07.2012 eine/n
Trainingswissenschaftler/in.
Das Tätigkeitsfeld umfasst die vom OSP Tauberbischofsheim trainingswissenschaftlich zu betreuenden Kaderathleten des Deutschen Fechter-Bundes.
Sie sind vertraut im Umgang mit Videotechnik, verfügen über fechtspezifische Kenntnisse und konnten bereits Erfahrungen im Bereich Isokinetik (Tests, Testauswertung, isokinetisches Training), in der individuellen Betreuung von Kaderathleten (Rehabilitation, Kraftaufbau, Leistungsdiagnostik, Koordination) sowie in der Technikschulung Beinarbeit (biomechanische Umsetzungsmöglichkeiten und Rhythmus-Schulung) sammeln. Sie sind ferner bereit und in der Lage, Fehlerquellen in diesen Bereichen, aber auch im strategisch-taktischen Verhalten der Athleten zuverlässig zu verifizieren und in Abstimmung mit den Trainern und Athleten zu korrigieren.
Wir erwarten ein abgeschlossenes sportwissenschaftliches Hochschulstudium oder einen adäquaten Leistungsnachweis, praktische Erfahrungen im Fechtsport sowie in den beschriebenen Aufgabenbereichen. Verantwortungsbewusstsein, hohes Engagement, Flexibilität und Belastbarkeit, Teamfähigkeit, pädagogisches Geschick und Freude bei der Arbeit mit Sportlern setzen wir voraus.
Die Vergütung erfolgt nach Vereinbarung.
Ihre aussagefähige Bewerbungsunterlagen richten Sie bitte bis zum 08.06.2012 an:
Olympiastützpunkt Tauberbischofsheim
Olympiastützpunktleiter Matthias Behr
Pestalozziallee 12
97941 Tauberbischofsheim
Kunstradfahrer trainierten in Tauberbischofsheim

Akrobatik und Athletik auf zwei Rädern gab es am Wochenende im Fechtzentrum zu beobachten. 20 Kunstradfahrer/innentrainierten nämlich in der Pestalozzihalle für ihre nächsten Wettkämpfe und vor allem für die WM, die Ende des Jahres in Aschaffenburg stattfindet. Paralympic-Fechterin Simone Briese-Baetke beobachtete begeistert zwischen ihren Fecht-Trainingseinheiten in der Pestalozzihalle die hohe Schule der Fahrrad-Akrobatik.
„Die Bedingungen für unsere Athleten sind im Olympiastützpunkt Tauberbischofsheim geradezu ideal. Hier haben wir sehr gute Trainingsmöglichkeiten", betonte Robert Niedermeier, der Techniktrainer des Bundeskaders der Kunstradfahrer, der mit Cheftrainer Guido Bundesmann ein Wochenende an der Tauber trainierte. Die Teilnehmer kamen aus der gesamten Bundesrepublik. „Baden-Württemberg ist ein Schwerpunkt dieser Sportart,“ erklärte Robert Niedermeier, aber auch in den übrigen Bundesländern sei der Verband gut vertreten. Genau deshalb fänden die Lehrgänge auch in der ganzen Republik statt. Eine der Teilnehmerinnen werde in 14 Tagen in den Niederlanden bei den Junioren-Europameisterschaften starten.
Im Rahmen von Master-Serien kämpfen die Athleten um die Qualifikation für Meisterschaften, es werde in Einer- und Zweierformationen gefahren, daneben gebe es auch die Mannschafts-Wettkämpfe. Turnerische Qualitäten, ausgefeilte Technik und Kraft seien erforderlich, um sich im Spitzenfeld behaupten zu können. „Das große Ziel der Kunstradfahrer ist in diesem Jahr die Weltmeisterschaft im eigenen Lande. In Aschaffenburg wollen wir wieder stark vertreten sein,“ fügte Niedermeier hinzu. -jan.
Sandra Bingenheimer sichert Tauberbischofsheimer Tradition

Sandra Bingenheimer vom Fecht-Club Tau- berbischofsheim (Bild) hat die Siegerinnen-Tradition ihrer Vereinskamera- dinnen Anja Müller-Schache, Melanie Wolgast-Grube, Carolin Golubytskyi und Katja Wächter beim Internationalen Stauferlandturnier in Göppingen erfolgreich fortgeschrieben: Sie gewann diese Damenflorett-Wettkämpfe mit einem klaren 15:5 gegen Martina Zacke vom SC Berlin. Bronze holte sich Stephanie Romanus vom FC Leipzig. Mit einem ausgezeichneten fünften Platz hat sich in Göppingen Anne Sauer (FC TBB/FC Hardheim-Höpfingen) nach langer Verletzungspause wieder im Spitzenfeld zurückgemeldet, mit dem siebten Platz komplettierte Maria Bartkowski das insgesamt gute Ergebnis der Fechterinnen von der Tauber. -jan
Mannschafts-Gold für den Fecht-Club Tauberbischofsheim
Für einen goldenen Abschluss der Deutschen Samsung Degenmeister- schaften sorgte am Sonntag das Team des Fecht-Clubs Tauberbischofs- heim: In der Besetzung Norman Ackermann, Martin Schmitt, Richard Schmidt und Rouven Ackermann holte es sich mit einem klaren 45:31-Sieg gegen den FC Offenbach den Mannschaftstitel. Mit dem gleichen Ergebnis sicherten sich die Damen vom Heidenheimer SB erneut die Goldmedaille vor dem Team vom OFC Bonn. DieTauberbischofsheimerinnen (mit Beate Christmann, Patricia Derr, Shirin Vollrath und Alina Nahm) mussten sich im Viertelfinale dem FC Offenbach mit 36:45 beugen.
Im Herrendegen trafen die Tauberbischofsheimer zunächst auf Bayer 04 Leverkusen und setzten sich mit 45:32 klar durch. Auch die Vertretung vom Heidelberger FC/TSG Rohrbach hatte keine Chance, sie verlor mit 25:45. Überraschend kämpfte sich der FC Offenbach mit Siegen über den SC Berlin (45:33) und den Titelverteidiger Heidenheimer SB (45:40) ins Finale vor, dort aber waren dann die Gastgeber die Endstation aller Bemühungen. Heidenheim erreichte die Bronzemedaille nach einem 45:30-Sieg über den Heidelberger FC/TSG Rohrbach.
Bei den Damen ließen die Heidenheimerinnen TSF Ditzingen (45:30) und den FC Offenbach (45:23) hinter sich, um dann auf den OFC Bonn zu treffen. -jan.
Wieder Silber für Beate Christmann
Beate Christmann, die Lokalmatadorin des Fecht-Clubs Tauberbischofs- heim, sorgte auch in diesem Jahr durch eine ausge- zeichnete Leistung bei den Deutschen Samsung Degen- meisterschaften für einen interessanten und spannungs- geladenen Fechtnachmittag im Olympiastützpunkt: Erst im Finale musste sie sich der Heidenheimerin Ricarda Multerer mit 12:15 geschlagen geben, nachdem sie zuvor in einem kräftezehrenden Gefecht die beste Deutsche auf der Weltrang- liste, Monika Sozanska, ebenfalls Heidenheimer SB, mit 15:10 bezwungen hatte. Im Herrendegen setzte sich im Finale Steffen Launer vom SV Böblingen gegen Niklas Multerer (Heidenheimer SB) mit 15:7 durch.
97 Tage vor Beginn der Olympischen Spiele in London begrüßte der Vorstandssprecher des FC Tauberbischofsheim, Thomas Menke die zahlreichen Gäste zu diesem letzten nationalen Großturnier vor den Spielen. Der Titelverteidigerin und Olympiasiegerin Britta Heidemann, die wegen einer Handverletzung nicht teilnehmen konnte, übermittelte er beste Genesungswünsche und überbrachte die Grüße des kurz anwesenden Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes, Dr. Thomas Bach. Sein besonderer Gruß galt dem Präsidenten Sunny Lee von der Samsung Electronics GmbH in Schwalbach. Diese erfolgreiche Partnerschaft mit dem Weltmarktführer bleibe auch in Zukunft ein wichtiger Grundpfeiler für die Fechterinnen und Fechter in Tauberbischofsheim. Präsident Sunny Lee erwiderte in deutscher Sprache, dass auch er sich über dieses Miteinander sehr freue. Die Firma Samsung engagiere sich in mehreren Bereichen des Sports und sei ihm eng verbunden. An diesem Tag betrachte er es als besonderes Ereignis, Sportlerinnen und Sportler zu sehen, die auch bei den Olympischen Spielen starten würden.
Bei den Wettkämpfen hatte sich Beate Christmann in das Viertelfinale gekämpft und traf dort auf Monika Sozanska. Beim Stande von 13:9 für die Tauberbischofsheimerin setzte Monika Sozanska alles auf eine Karte, riskierte einen Sturmlauf, bei dem aber Beate Christmann die Treffer setzte. 15:10 hieß es am Ende für sie, das war der Einzug in den Endkampf.
Und in dem traf sie auf Ricarda Multerer, die sich erst nach einem 12:12-Gleichstand absetzen konnte und schließlich mit 15:12 gewann.
Medaillenhoffnung Martin Schmitt (FC TBB/TG Schweinfurt) fand im Achtelfinale gegen Toni Kneist vom SC Berlin nicht die richtigen Mittel, um dessen 15:13-Sieg zu verhindern. Ihm blieb der neunte Platz, mit den Rängen sechs und sieben trugen sich die Tauberbischofsheimer Richard Schmidt und Rouven Ackermann in die Siegerliste ein. Der neue Deutsche Meister Steffen Launer will in Zukunft international wieder stärker mitmischen. „Im Augenblick steht aber das Studium noch im Vordergrund,“ erklärte er nach seinem Sieg. -jan.
Jetzt live dabei sein! Hier geht´s zum Livestream!
Auf dem Weg nach London trifft sich die Deutsche Fechtelite in TBB
Deutsche Samsung Fechtmeisterschaften vom 21. bis 22. April 2012
Nervenkitzel, höchste Konzentration und spannende Duelle: Am 21. und 22. April 2012 finden am Olympiastützpunkt Tauberbischofsheim die Deutschen Samsung Fechtmeisterschaften im Damen- und Herrendegen statt. Der Kampf um die Titel der Deutschen Meisterschaft liegt diesmal auf der Zielgeraden zu den Olympischen Sommerspielen 2012 in London.
Olympiastarter Jörg Fiedler, der letztes Jahr in Sheffield Europameister wurde, wird ebenso mit von der Partie sein, wie ein Teil des für London qualifizierten Damendegen-Teams. Olympiasiegerin Britta Heidemann hofft, dass ihre aktuelle Verletzung bis zum Wochenende wieder auskuriert ist.
Das bundesweit größte Fechtereignis lockt hochkarätige Fechtgrößen auf die Planche. Als Favoriten der Einzelwettbewerbe am ersten Tag gehen unter anderem Martin Schmitt und Beate Christmann vom FC Tauberbischofsheim an den Start.
Allen Interessierten, die nicht persönlich vor Ort sein können, bietet Samsung erstmals die Gelegenheit, die Gefechte live im Web zu verfolgen. Die Kämpfe auf den Bahnen in der Finalhalle werden von 9 Uhr bis zur Siegerehrung am Nachmittag als Livestream auf www.samsung.de/erleben/fechten2012 übertragen.
Im Anschluss an die Gala-Finals im Damen- und Herren-Einzel lädt Samsung am ersten Wettkampftag zur großen Winners’ Party ein. Hier werden die Sieger des ersten Tages bei Musik, Getränken und gutem Essen gefeiert. Während der Veranstaltung haben die Besucher die Gelegenheit, sich im Samsung Galaxy Note Studio von einem Karikaturisten auf dem Gerät zeichnen zu lassen oder in launchiger Atmosphäre die Samsung Tabs und das Galaxy Note selbst auszuprobieren und zu erleben. Unter allen Finalgästen werden zudem drei brandneue Samsung Galaxy Note Smartphones verlost.
Samsung: Starker Partner des Spitzensports
Bereits seit 2003 ist Samsung Hauptsponsor und stolzer Namensgeber der jährlich stattfindenden Deutschen Samsung Fechtmeisterschaften. Zudem engagiert sich das Unternehmen als Hauptsponsor des Fecht-Clubs und Olympiastützpunkts Tauberbischofsheim, der durch sein einzigartiges Ausbildungskonzept neben dem Spitzensport eine exzellente Plattform für die
Ausbildung junger Nachwuchsfechter bietet.
„Wir freuen uns, in diesem Jahr wieder exklusiver Titelsponsor der Deutschen Fechtmeisterschaften zu sein“, sagt Georg Rötzer, Director Corporate Marketing Samsung Electronics GmbH. „Der Fechtsport steht für Präzision, Eleganz, Schnelligkeit und ausgefeilte Technik – das sind Qualitäten, die wir auch in unseren Produkten vereinen“, so Rötzer.
Turnierablauf:
Deutsche Samsung Fechtmeisterschaften
Samstag, 21. April
14.00 Uhr
Gala-Finals
Damen- und Herren-Einzel
Deutsche Samsung
Fechtmeisterschaften
anschließend
Bekanntgabe der Sieger des Samsung-Gewinnspiels
Winners Party mit Musik, Verköstigung und Getränken, Samsung Business Lounge
Sonntag, 22. April
15.00 Uhr
Finals Damen- und Herren-Mannschaften
Eintritt frei - jetzt anmelden:
Johann Gustinelli durchbricht Bonner Dominanz

Mit einem guten dritten Platz hat Johann Gustinelli vom Fecht-Club Tauberbischofs- heim die dominierende Hausmacht der Gastgeber auf den ersten fünf Plätzen durchbrochen: Beim Internationalen Herrenflorett-Turnier in Bonn kam er mit dem amtierenden Deutschen Meister Moritz Kröplin vom OFC Bonn auf den Bronzerang. Dessen Vereinskameraden Marius Braun und Sebastian Bachmann holten sich die Spitzenplätze bei diesem Wettbewerb mit 91 Teilnehmern aus sechs Nationen. -jan.
Fecht-Club TBB holt 4 Medaillen
Tauberbischofsheim. Das Top-Gefecht, das eigentlich als Endkampf gewünschte Duell, gab es bei den Deutschen Säbel-Einzelmeisterschaften am Samstag im Olympiastützpunkt schon als Halbfinale zu sehen. Dieses erneute Aufeinandertreffen von Titelverteidiger Nicolas Limbach (Bayer Dormagen) und dem Lokalmatador Johannes „Jojo" Klebes vom FC TBB hatte es in sich: Von der ersten bis zur letzten Sekunde voller Spannung und langer Führung von „Jojo", der prächtig angefeuert wurde. Er lag zunächst klar vorne, doch Nicolas Limbach kämpfte sich bis auf 14:14 heran und war in der letzten Aktion der Glücklichere.
Die Zuschauer waren von diesem Gefecht begeistert und Johannes Klebes hatte mit seiner großartigen Leistung sein Minimalziel Bronze erreicht.
Bei den Damen musste sich die im Olympiastützpunkt TBB trainierende Vorjahressiegerin Alexandra Bujdoso im Finale Stefanie Kubissa vom TSV Bayer Dormagen mit 12:15 geschlagen geben.
Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte der Vorstandssprecher des Fecht-Clubs, Thomas Menke, Sportlerinnen und Sportler sowie die Gäste, insbesondere die Ehrenpräsidentin des Deutschen Fechter-Bundes, Erika Dienstl. Begrüßt wurden auch die Repräsentanten der Vereinigten Spezialmöbelfabriken VS, Möbel Schott, Volksbank Main-Tauber und DocDeli, die allesamt diese Meisterschaften unterstützt haben.
Der Sonntag startete mit einem amüsanten Showkampf zwischen Weltmeister Nicolas Limbach und JEZ, der für eine Sondersendung des TV-Senders EUROSPORT an die Tauber gekommen war.
Begleitet von einer tollen Stimmung holte das Bartec/Sporlastic-Damensäbelteam mit Sibylle Klemm, Jasmin Bührle, Lisa Freudenberger und Nele Grodde Silber. Das Hollerbach-Herrensäbelteam mit Johannes Klebes, Björn Hübner, Bence Szabo und Sebastian Flegler erkämpfte sich die Bronzemedaille.
Bei der Säbel-DM: Wieder zwei Olympia-Tickets zu gewinnen

Während die Athleten in einigen Fechtdisziplinen noch um die Qualifikation zu den Olympischen Spielen in London kämpfen müssen, können zwei Besucher der Deutschen Säbel- meisterschaften am Wochenende im Olympiastützpunkt Tauberbischofs- heim mit Sicherheit zwei Eintrittskarten für diese Weltspiele mit nach Hause nehmen: Auch diesmal führen die Veranstalter eine Verlosung durch. Am Sonntag nach den um 14 Uhr beginnenden Finalkämpfen der Mannschaften werden die Gewinner gezogen.
Der Fecht-Club Tauberbischofsheim geht in den Einzelwettkämpfen am Samstag mit einem starken Aufgebot an den Start.
In einem Interview betont der noch amtierende Vizemeister Johannes Klebes (FC TBB/FC Werbach), dass eine Deutsche Meisterschaft immer etwas Besonderes sei. Zum Favoriten Nicolas Limbach von Bayer Dormagen, dem er sich im Finale des Vorjahres mit 10:15 beugen musste, merkt Johannes Klebes an: „Er hat bis jetzt drei Weltcupturniere gewonnen, ist die Nummer eins auf der Weltrangliste. Das wird schwer, ihn zu schlagen.“
Auf die Frage, ob es an der Zeit sei, diesmal zu gewinnen, antwortet Johannes Klebes: „Das nehme ich mir vor. Aber im Ernst: Eine Medaille ist das Minimalziel, das Finale zu erreichen, wäre eine tolle Sache, zu gewinnen, wäre das Nonplusultra.“ Am Samstag ab 14 Uhr, wenn die Finalkämpfe im Einzel beginnen, wissen die Zuschauer, ob Johannes Klebes sein Vorhaben realisieren konnte. -jan
Gute Zusammenarbeit zur Partnerschaft erklärt

Ohne schnelle und fachkundige medi-zinische Hilfe müssten vor allem Spitzensportler langwierige Ausfallzeiten und Trainingsrück- stände in Kauf nehmen. Ein Beispiel für eine zügige und fachgerechte Behandlung hat der Säbelspezialist Björn Hübner erlebt. Er verletzte sich Mitte des vergangenen Monats in Paris, die Ärzte diagnostizierten einen Riss des Seitenbandes am Daumen seiner rechten Hand. Genau die, mit der er den Säbel führt. Im Verlauf seiner intensiven ärztlichen Betreuung in der Vulpiusklinik Bad Rappenau wurde er auch von dem Handspezialisten Prof. Dr. Peter Hahn erfolgreich operiert. Schon am vergangenen Wochenende konnte Hübner am Weltcup in Moskau teilnehmen und am heutigen Samstag sowie am Sonntag wird er bei den Deutschen Säbelmeisterschaften in Tauberbischofsheim in das Geschehen eingreifen. Schon zahlreiche Athleten des Fecht-Clubs Tauberbischofsheim sind von Prof. Hahn behandelt worden: Diese gute Zusammenarbeit mit dem Olympiastützpunkt Tauberbischofsheim wurde jetzt durch eine Partnerschaftsurkunde besiegelt. OSP-Leiter Matthias Behr dankte dem Mediziner für dessen Engagement. Gleichermaßen in großer Dankbarkeit überreichte Björn Hübner einen persönlichen Säbel, der ein Zeichen der Verbundenheit darstelle. Er freue sich in Zukunft auf jedes Wiedersehen, vor allem dann, wenn es ohne Behandlung und Operation ablaufen könne, fügte der Aktivensprecher des FC Tauberbischofsheim hinzu. -jan
Gratulation für starke Leistung auf internationalem Parkett

Wenn junge Sportler auf nationaler Ebene mit herausragen- den Leistungen aufwarteten, dann sei das allein schon eine besondere Anerkennung wert. Gelinge es ihnen zudem noch, für internationale Wettkämpfe nominiert zu werden, dann müsse das natürlich noch wesentlich höher bewertet werden, stellte der Vorstandssprecher des Fecht-Clubs Tauberbischofsheim, Thomas Menke, im Rahmen einer Sitzung des Führungsgremiums heraus: Der Florettfechter Andrej Raisch erkämpfte sich bei den Europameister- schaften in Porec mit der Juniorenmannschaft die Bronzemedaille und die Florettfechterin Leandra Behr kam im Einzel auf den sechsten Platz und damit ins Finale. Seine Vorstandskollegen Michael Grethe, Wolfgang Mika und Thorsten Weidner freuten sich mit ihm darüber, dass die Eltern der Athleten voll hinter der fleißigen Trainingsarbeit ihrer Kinder stünden und sie in hervorragender Weise unterstützten. -jan.
Deutsche Säbelelite kämpft um Meistertitel

Die Säbelspezialisten sind schon seit längerer Zeit eine feste Größe im internationalen Fechtsport, das Herrenteam hat längst die Qualifikation für die Olympischen Spiele erreicht und stellt mit Nicolas Limbach vom TSV Bayer Dormagen den Ersten auf der Weltrangliste: Er ist auch Titelverteidiger bei den Deutschen Säbelmeisterschaften im Einzel und für die Mannschaften, die am kommenden Wochenende im Olympiastützpunkt Tauberbischofsheim stattfinden.
Zwei Tage lang steht also das Säbelfechten im Mittelpunkt des Geschehens. Diese Titelkämpfe werden unterstützt von den Vereinigten Spezialmöbelfabriken VS, dem Möbelhaus Schott, der Volksbank Main-Tauber eG und der Firma DocDeli. Gerade die Fechtfreunde aus der Region kommen voll auf ihre Kosten, denn die Fechter des gastgebenden FC Tauberbischofsheim werden in allen Disziplinen ein gewichtiges Wörtchen mitreden: Im vergangenen Jahr erkämpfte sich Johannes Klebes (FC TBB/FC Werbach) hinter Nicolas Limbach die Silbermedaille, nachdem er zuvor seinen Vereinskameraden Björn Hübner knapp geschlagen hatte. Bei den Damen ist die im OSP Tauberbischofsheim trainierende Alexandra Bujdoso (Königsbacher SC) die Titelverteidigerin. Sie hat sich 2011 im Finale gegen Anja Musch vom FC Würth Künzelsau durchgesetzt. Sibylle Klemm (FC TBB) erreichte den dritten Platz.
Bei den Mannschaftskämpfen am Sonntag gelten die Teams aus Dormagen und Tauberbischofsheim als Favoriten, denn sie machten 2011 die beiden ersten Medaillenränge unter sich aus. Bei den Herren waren es die Tauberbischofsheimer (mit Björn Hübner, Johannes Klebes, Sebastian Flegler und Bence Szabo), die sich am Ende als Sieger präsentierten, im Damensäbel wurde der Spieß umgedreht.
Die Zuschauer können die Fechter hautnah erleben, darunter eben auch jene, die an den Olympischen Spielen in London teilnehmen werden. Am Samstag schließt sich den um 14 Uhr beginnenden Finalkämpfen und der Siegerehrung eine Sportlerparty an, zu der alle Besucher eingeladen sind. An beiden Tagen ist der Eintritt frei. -jan
Björn Hübner steht wieder auf der Fechtbahn

Der Tauberbi- schofsheimer Säbelfechter Björn Hübner steht an diesem Wochenende erstmals wieder auf der Planche: Er hatte sich vor knapp vier Wochen einen Riss des Seitenbandes am Daumen der rechten Hand, mit der er den Säbel führt, zugezogen. Die erfolgreiche Behandlung in der Vulpiusklinik Bad Rappenau, in deren Verlauf er auch vom Handspezialisten Professor Dr. Peter Hahn operiert wurde, lässt es aus medizinischer Sicht zu, beim Säbelweltcup am Wochenende in Moskau den ersten Versuch seines Comebacks zu starten. Björn Hübner (FC TBB/FC Werbach) gehört zum Kreis der deutschen Säbel-Nationalmannschaft, die sich bereits für die Olympischen Spiele in London qualifiziert hat. Die Deutschen Meisterschaften in dieser Disziplin finden eine Woche später, am 24. und 25. März, in Tauberbischofsheim statt. Sowohl am Samstag bei den Einzel- als auch am Sonntag bei den Mannschaftswettkämpfen beginnen die Finalkämpfe um 14 Uhr in der Pestalozzihalle. -jan
Alle Medaillenränge erreicht

Den Florett-Mini-Marathon in Heidenheim, ein Ranglistenturnier des Württembergi- schen Fechterbun- des, haben die Nachwuchsathleten des Fecht-Clubs Tauberbischofs- heim bestens ge- nutzt, um sich gut in Szene zu setzen. Ilja Rudt erkämpfte sich im B-Jugend-Jahrgang 1999 den Sieg, jeweils Zweite wurden Melanie Zichler im Schülerjahrgang 2002 und Evelyn Zehner (Jahrgang 2000), in dem Valerie Stenzel vom TV Bad Mergentheim auf den fünften Platz kam. Herrenflorett, Jahrgang 2000: 3. Daniel Kappes, 5. Marvin Forst, 6. Noah Schuster, Jahrgang 2001: 3. Kester Kuhlmann. Unser Bild zeigt die erfolgreichen Fechterin- nen und Fechter mit ihrem Betreuer Peter Behne. -jan.
Spitzenfechter: Auch für die Zeit nach dem Sport vorsorgen

„Wenn es darum geht, unseren Sportlern optima- le Studienbe- dingungen zu bieten, dann haben wir schon hervorragende Erfahrungen mit unseren Partnern, der Universität Würzburg und der FH Würzburg/Schweinfurt, gemacht, ebenso seit einigen Jahren mit der FH Ansbach. Jetzt kommt die Kooperation mit der FernUniversität Hagen hinzu,“ stellt OSP-Leiter Matthias Behr zu der Meldung heraus, dass am 1. Februar die Kooperationsvereinbarung zwischen den 19 Olympiastützpunkten und der FernUniversität Hagen unter starker Mitwirkung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) unterzeichnet wurde.
Seit jeher sei es ein besonderes Anliegen für alle Verantwortlichen im Fechtzentrum, dass junge Menschen, die sich dem Leistungssport verschrieben hätten, Unterstützung bei der Bewältigung der Schul- und Ausbildungszeit erführen. Der erfolgreiche Degenfechter Martin Schmitt (FC TBB/TG Schweinfurt), Vize-Weltmeister mit der Mannschaft 2005, Vize-Europameister im Einzel und Bronze mit der Mannschaft 2010, zweifacher Deutscher Einzelmeister und im Double auch mit der Mannschaft, spricht von außerordentlich guten Studienbedingungen. Der 30-Jährige hat sein Studium der Wirtschaftswissenschaften im vergangenen Jahr als Diplom-Kaufmann abgeschlossen. Jetzt strebt er an der FernUniversität Hagen zusätzlich einen Masterabschluss an. „Der große Vorteil liegt darin, dass ich mir die Zeit frei einteilen kann und wenig Präsenzphasen nötig sind. Aber intensiv arbeiten muss natürlich jeder, die diesen Weg wählt.“
Er stimmt damit der Aussage der FernUniversität zu, dass das angebotene flexible Studiensystem für die Athleten bestens geeignet sei. Als wichtige Hilfestellung bezeichnet der DOSB-Generalsekretär Dr. Michael Vesper diese Kooperation: „Die Sportler stellen über Jahre Fähigkeiten wie Zielstrebigkeit, Flexibilität und ein gutes Zeitmanagement unter Beweis. Was ihnen jedoch manchmal fehlt, sind die fachliche Qualifikation und ein formaler Abschluss. Wenn sie diese an der FernUniversität erlangen, haben sie eine hervorragende Perspektive.“ -jan.
Eine besonders „treue Seele“ im Olympiastützpunkt

In vorderster Front zählt Monika Zeisner-Menikheim zu den „guten Geistern“ im Fechtzentrum an der Pestalozziallee: Sie zeichne sich durch Engagement, Gewissenhaftigkeit und Hilfsbereit- schaft aus, betonte der Leiter des Olympiastützpunktes, Matthias Behr, jetzt vor der versammelten Trainerriege und gratulierte zum 20-jährigen Jubiläum. In ihrer langjährigen Zugehörigkeit habe sie am 1. März 1992 als Sekretärin von Emil Beck in der Sport Marketing Tauberbischofsheim GmbH begonnen, im Laufe ihrer Jahre seien mehrere Leiter dieser Einrichtung tätig gewesen, die die treuen und professionellen Dienste stets zu schätzen wussten. Auch er wolle und könne auf ihre Erfahrung im OSP-Sekretariat nicht verzichten, betonte Matthias Behr weiter, „wir alle sind froh, dass sie hier ist“. -jan.
Leandra Behr setzt Achtungszeichen

Auch wenn Leandra Behr knapp die ersehnte Medaille verpasste, konnte die 16-jährige mit Rang sechs im Damen- florett bei der Kadetten-EM in Porec ein deutliches Ausrufezeichen setzen. Nach nur einer Vorrunden-Niederlage startete die Tauberbischofsheimerin mit einem Freilos im Tableau der letzten 64. In der Runde der letzen 32 überwand sie die Weißrussin Lizaveta Kuliayeva klar mit 15:10. Im Achtelfinale kam es dann zu einem rein deutschen Gefecht. Kim Kirschen (Berlin), die sich nach holpriger Vorrunde ebenfalls durch anschließend teilweise klare Siege für das Achtelfinale qualifiziert hatte, traf hier auf die junge Tauberbischofsheimerin. Mit 15:14 konnte Leandra Behr das bis zum Ende offene Gefecht für sich entscheiden.
Im folgenden Viertelfinalkampf musste sie sich dann der späteren Gesamt-Zweiten Erica Cipressa (ITA) mit 12:15 beugen. „Eine feine Leistung von Leandra“, lobte anschließend TBB-Trainer Sven Todt. Viviane Kirschbaum (Tauberbischofsheim) belegte nach einer Niederlage gegen Chloe Jubenot (FRA/10:15) Platz 17.
Siegerin im Damenflorett wurde die Russin Kristina Samsonova, die im Finale gegen Erica Cipressa mit 15:12 die Oberhand behielt. -DFB
Für Deutschland bei den Europameisterschaften

Einige erleben es als Premiere, andere kennen das besondere Gefühl bereits, für Deutschland bei einem großen internationalen Wettkampf antreten zu dürfen: Acht Fechterinnen und Fechter des FC Tauberbischofsheim sowie einer vom mit diesem Verein kooperierenden FR Nürnberg sind vom Deutschen Fechter-Bund für die Europameister-schaften der Kadetten (A-Jugend) und Junioren nominiert worden. Sie finden vom 1. bis 10. März im kroatischen Porec statt. Bei den Kadetten vertreten die schwarz-rot-goldenen Farben im Damenflorett Viviane Kirschbaum und Leandra Behr, die zudem auch mit Inke Nehl und Tamina Knauer bei den Juniorinnen eingesetzt wird. Die weiteren Kadetten sind Hendrik Christen (Florett) und Vollinternats- schüler Adam Domanski (FR Nürnberg/FC TBB, Säbel). Dem Junioren-Team gehören ferner Jasmin Bührle (Säbel), Richard Schmidt (Degen) und Andrej Raisch (Florett) an. Alle Nominierten von der Tauber werden sowohl im Einzel als auch im Team an den Start gehen. Zur deutschen Delegation gehören ferner aus Tauberbischofsheim die Trainer Sven Todt (Damenflorett), Andrej Kuzmin (Damensäbel) und Mariusz Strzalka (Herrendegen) sowie Physiotherapeutin Verena Meidl. Delegationsleiter des DFB ist Walter Steegmüller. Auf der offiziellen Homepage können unter www.eyoungfencing2012.com/en/venue.aspx diese Titelkämpfe verfolgt werden. jan
Paris war in jeder Hinsicht eine Bereicherung: Greta Behr holt zweiten Platz beim Paris-Marathon

Zwei Tage inten- sives Fechten, daneben aber auch viele Gelegenhei- ten, das Gemein- schaftsgefühl zu stärken und in einer harmonischen Gruppe die Stadt und ihre Sehens- würdigkeiten mit dem Eiffelturm, der Champs Elysées, dem Arc de Triomphe oder dem Place de la Concorde zu erkunden: In diesem Sinne begeistert, kamen die 17 Nachwuchsathleten des Fecht-Clubs Tauberbischofsheim, begleitet und betreut von Anja Fichtel, Ruth Osyczka und Rozalia Gombos, vom Florett-Marathon-Turnier in Paris zurück. Zudem war Klaus Kotzmann am gesamten Wochenende als Kampfrichter für die Jugend im Einsatz. „Ein solch großartiges Erlebnis ist auch eine wichtige Bereicherung in der Entwicklung,“ betonten die Trainerinnen nach diesem Aufenthalt. Aus sportlicher Sicht hatte die Wettkampfstätte in der französischen Hauptstadt für dieses europäische Ranglistenturnier gigantische Ausmaße: Auf 100 Fechtbahnen kämpften über 1000 Sportlerinnen und Sportler aus vielen Ländern, vertreten waren die Jahrgänge 1996 bis 2000. In der Damenflorett-A-Jugend zeigte Greta Behr eine hervorragende Leistung, musste sich im Finale nur der Japanerin Karin Miyawaki mit 9:15 geschlagen geben und sicherte sich damit den zweiten Platz, gefolgt von ihrer Vereinskameradin Viviane Kirschbaum auf dem Bronzerang, Platz acht erreichte zudem noch Anna-Lena Kuhn. „Auch die Jüngeren zeigten gute Leistungen, sie haben sich bei dieser starken Konkurrenz tapfer geschlagen,“ stellte das Trainerinnen-Trio heraus. -jan.
Erika Dienstl Ehrenmitglied des Fecht-Clubs
Mit der Ehrenmitgliedschaft des Fecht-Clubs Tauberbischofsheim ist Erika Dienstl, langjährige Präsidentin des Deutschen Fechter-Bundes (DFB) und seit Jahren dessen Ehrenpräsidentin, im Rahmen des Würth-Cups im Olympiastützpunkt ausgezeichnet worden. Die offizielle Urkunde überreichte FC-Vorstandssprecher Thomas Menke, OSP-Leiter Matthias Behr würdigte in seiner Laudatio das Wirken von Erika Dienstl. „Wir möchten heute mit Ihnen eine Persönlichkeit ehren, die nicht nur den Fechtsport und den Sport in seiner Gesamtheit, sondern auch das Wertebewusstsein unserer modernen Leistungsgesellschaft nachhaltig geprägt hat. Keine Münze, wohl aber ein ‚Goldstück’ von hohem, bleibendem Wert und mit einer ganz besonderen Prägung.“
Sie habe in ihrer 14-jährigen Amtszeit als DFB-Präsidentin und von 1982 bis 2002 als Vizepräsidentin des Deutschen Sportbundes wahrlich ein „goldenes Händchen“ bewiesen. „In diese Ära fallen die größten Erfolge des Fecht-Clubs Tauberbischofsheim und nicht weniger als fünf Goldmedaillen holten die Athleten des DFB in Ihrer Amtszeit. 1988 waren Sie mit dabei, als auf Anja Fichtel, Sabine Bau und Zita Funkenhauser ein wahrer Goldregen hernieder ging – ein Verein, der alle Medaillen in einem olympischen Wettbewerb erringen konnte – ein Novum in der Olympischen Geschichte,“ führte Matthias Behr weiter aus.
Zusammen mit dem charismatischen Emil Beck habe sie damals die Fechtszene beherrscht, durch einen Führungsstil brilliert, der Diplomatie, Verlässlichkeit, Vertrauen und eine klare Linienführung beinhaltete. Als „Grande Dame der Sportwelt“ sei sie nicht nur auf dem Parkett der nationalen und internationalen Sportpolitik zuhause gewesen. „Sie pflegten vielmehr auch den Kontakt zu ‚Ihren’ Athleten, waren mit dabei, als es triumphale Siegezu feiern, mitunter aber auch schmerzvolle Niederlagen wegzustecken galt. "Sie haben darüber hinaus durch Ihren stets charmanten, in Sachfragen gleichwohl kritisch-resoluten Stil Persönlichkeit bewiesen und damit Ihre Athleten zu Persönlichkeiten geformt.“
In ihren Dankesworten erinnerte Erika Dienstl an die Zusammenarbeit mit Emil Beck, sie wusste von so mancher Anekdote zu berichten und betonte auch, dass die Ausübung dieses Amtes zum Anfang alles andere als leicht gewesen sei. Eine gute Verbindung zum Fecht-Club Tauberbischofsheim habe aber immer bestanden. -jan.


































