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Daniel Strigel neuer Olympiastützpunktleiter
Daniel Strigel leitet ab 1. November den Olympiastützpunkt Tauberbischofsheim. Das Flaggschiff des Deutschen Fechtsports hat damit wieder einen neuen Kapitän.
Der 31-jährige Degenfechter wurde von der Auswahlkommission einstimmig auf den längere Zeit unbesetzten Posten gewählt.
Den Stützpunkt kennt der ehemalige Leistungssportler aus dem FF. Nun warten eine Fülle von Aufgaben. Gordon Rapp, Präsident des Deutschen Fechter-Bundes, freute sich über Strigels Wahl. "Wir haben ihn nicht nur auf der Planche, sondern auch als Athletensprecher im Präsidium kennen- und schätzen gelernt".
Zufrieden mit der Wahl nach vierstündiger Beratung zeigte sich auch der Präsident des Fecht-Clubs Tauberbischofsheim, Matthias Kleinert. Bei der einstimmigen Entscheidung der Auswahlkommission hätten sein "ungeheurer internationaler Bekanntheitsgrad und die fechtspezifischen Fähigkeiten ein großes Gewicht gehabt". Als Sportler habe sich Daniel Strigel große Anerkennung erworben, er personifiziere eine integrative Kraft und zeige in der bisherigen Tätigkeit als Geschäftsführer des Fecht-Clubs Tauberbischofsheim exzellente Qualitäten, die auch in einer hervorragenden Zusammenarbeit zum Ausdruck kämen.
Einhellige Unterstützung genießt Strigel auch bei Bund und Land. Ministerialrat Dieter Adolfs erklärte im Namen des BMI: " In den Olympiastützpunkten kommt es darauf an, qualifizierte und engagierte Personen in der Leitungsfunktion zu haben. Wenn das gegeben sei, verfügen sie nicht nur über eine Vergangenheit, sondern können auch eine erfolgreiche Zukunft gestalten. Wir sind sehr überzeugt von Strigels Leistungsfähigkeit", unterstrich Adolfs mit Blick auf die einstimmige Wahl.
Während Ministerialrat Karl Weinmann vom baden-württembergischen Ministerium für Kultus, Jugend und Sport anbot, über einen direkten Draht die anstehenden Aufgaben gemeinsam anzugehen, verwies Ressortleiter Peter Kreutzer vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) auf die erfolgsorientierten Bemühungen im Hinblick auf die Olympischen Spiele in Peking 2008. Der Sportdirektor des Deutschen Fechter-Bundes (DFB) , Claus Janka, nannte diese Berufung eine Lösung, die ohne lange Übergangszeit sofortige Wirkung zeigen werde.
Strigel wurde in Mannheim geboren, absolvierte hier das Abitur und legte 1999 das Staatsexamen in Mathematik und Germanistik ab. Vier Jahre gehörte er zur Sportfördergruppe der Bundeswehr, war schon 1994 Landesschülersprecher in Baden-Württemberg., später Aktivensprecher des FC TBB und des Deutschen Fechter-Bundes (DFB).
Seine sportliche Karriere bewegte sich erstmals 1994 auf internationaler Erbene, als er als Deutscher Juniorenmeister die Bronzemedaille beim Junioren-Weltcup in Catania gewann. In den Folgejahren wartete Strigel mit zahlreichen nationalen und internationalen Erfolgen auf. Höhepunkte dieses Werdegangs waren die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Sydney im Jahr 2000, die Deutsche Einzelmeisterschaft drei jahre später, der Gewinn des Weltcups 2003 in London, dann die Bronzemedailkle mit der deutschen Herrendegen-Mannschaft bei den Olympischen Spielen in Athen und die Silbermedaille mit dem Team bei den Weltmeisterschaften im vergangenen Jahr im Leipzig.

