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Olympiastart für Tauberbischofsheimer Damenflorett-Team
Das „goldene Dreigestirn“ von den Olympischen Spielen 1988 in Seoul – dort erkämpften sich die Tauberbischofsheimer Florettfechterinnen Anja Fichtel, Sabine Bau und Zita Funkenhauser im Mannschaftswettbewerb die Goldmedaille, nachdem sie bereits einige Tage zuvor den gesamten Edelmetallsegen mit Gold, Silber und Bronze im Einzel unter sich aufgeteilt hatten – steht Pate und ist das gute Omen für die fechterische Nachfolgegeneration, die die neunstündige Flugreise zu den Olympischen Spielen in Peking antritt: Dort gehen Carolin Golubytskyi, Anja Schache und Katja Wächter am 11. August in den Einzelwettkämpfen an den Start und haben dann fünf Tage später als deutsche Mannschaft mit Melanie Wolgast eine weitere Medaillenchance.
Verabschiedet und mit allen guten Wünschen ausgestattet wurden die Athletinnen des Fecht-Clubs Tauberbischofsheim von jenem Goldtrio, das genau vor 20 Jahren in Südkorea für den triumphalsten Erfolg des Vereins sorgte und damit einmalige deutsche Fecht-Geschichte schrieb, die auch weiterhin eine äußerst medienwirksame Außenwirkung für sich in Anspruch nehmen kann. Anja Fichtel war in der letzten Zeit häufig dabei, wenn Fernseh- und Presseteams im Olympiastützpunkt von Tauberbischofsheim an Berichten über die aktuellen Fechterinnen arbeiteten, Dr. Sabine Bau – heute auch medizinische Leiterin des VitalCentrums – ist gleichermaßen eine begehrte Gesprächspartnerin und Dr. Zita Funkenhauser kam einmal mehr in die positiven Schlagzeilen, als bekannt wurde, dass sie im Rahmen einer Aktion des Dentalunternehmens Bego für Sportlerinnen und Sportler, Trainer, Begleiter und Funktionäre während der Olympischen Spiele in Peking als Zahnärztin zur Verfügung steht.
Die Abreise ins Reich der Mitte am heutigen bedeutet für Carolin Golubytskyi, Anja Schache, Katja Wächter und Melanie Wolgast in gewisser Weise eine Erlösung und bringt ihnen die Möglichkeit, sich nach der Ankunft nur noch auf ihre Einsätze in den olympischen Wettkämpfen konzentrieren zu können. Das war in den vergangenen Wochen in der Heimat längst nicht immer so, denn neben dem intensiven Training standen für sie zahlreiche PR-Termine im Kalender, sie mussten viele Wünsche aus mehreren Richtungen unter einen Hut bringen. Eine besondere Freude für alle Teilnehmerinnen stellte in dieser Hinsicht die Verabschiedung durch das Seouler Goldtrio dar.
Die Olympischen Spiele in Peking spielen auch im ZDF-Fernsehgarten am Sonntag von 11.03 bis 13 Uhr eine besondere Rolle. Auf Einladung des Zweiten Deutschen Fernsehens präsentiert sich dort der Fecht-Club Tauberbischofsheim mit seinen Akteuren sowie der mehrfachen Olympiasiegerin und Weltmeisterin Anja Fichtel. Deren Bedeutung für die Nachfolgegeneration hat jetzt in einem aktuellen Zeitschriften-Interview Carolin Golubytskyi treffend beschrieben: „Ihre Erfolge sind unbestritten. Olympiasiegerin – das ist ein Traum. Anja ist ein Idol, viele Nachwuchsfechter kommen gerne in die Halle, nur um sie zu sehen. Anja ist Ansporn! Ich bin einer großer Fan von ihr.“ Fan der jetzigen deutschen Damenflorett-Mannschaft mit allen vier Fechterinnen vom FC Tauberbischofsheim ist allerdings auch Anja Fichtel, die genau beobachten wird, was am 11. August bei den Einzelwettkämpfen auf der Planche in Peking abläuft. Ein wunderbares Medaillengeschenk könnte ihr dann die Mannschaft am 16. August machen, denn einen Tag später feiert die „bekannteste Tauberbischofsheimerin“ (Bürgermeister Wolfgang Vockel) ihren 40. Geburtstag.


